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Reinigungsaktion - Saubere Stadt Hagen
25.03.2005 Große Begeisterung herrscht bei Oberbürgermeister Peter Demnitz und den Veranstaltern der Aktion "Saubere Stadt Hagen". Über 6470 Freiwillige aus Vereinen, Schulen und Kindergärten werden dem Müll im Stadtbild am 8. und 9. April 2005 eine Abfuhr erteilen.Insgesamt beteiligen sich 183 Einrichtungen an der Aktion. Die meisten Beteiligten stellen 42 Schulen aus dem gesamten Hagener Stadtgebiet. Mit 3.954 Schülerinnen und Schülern bilden die Bildungseinrichtungen fast zwei Drittel des freiwilligen Putztrupps. Durch 53 Kindergärten mit über 1.400 kleinen Putzteufelchen steigt die Zahl der beteiligten Kinder und Jugendlichen auf 5378. Auch zahlreiche Vereine und sonstige Institutionen rücken mit Handschuhen und Müllsäcken zum Straßen- und Grünflächenputz aus: 92 Anmeldungen gingen von diesen Beteiligten in den letzten Wochen beim Presse- und Informationsamt der Stadt Hagen ein. 992 Vereins-, Partei- oder Kirchengemeindemitglieder werden ihren Beitrag zu einer „Sauberen Stadt Hagen“ leisten. 15 Waldpatenschaftsvereine komplettieren die Liste. Die Veranstalter freuen sich auch über die Beteiligung der Deutschen Städte-Medien GmbH, der Deutschen Bahn AG, der Hagener Straßenbahn AG und des Hagener Wohnungsvereins. Die Unternehmen werden sich in ihren Bereichen engagieren. Anmeldungen in allen Größenordnungen gingen im Presse- und Informationsamt ein. Die Schulen sorgten dabei erwartungsgemäß für die höchsten Anmeldezahlen. Die ungeschlagene Rekordhalterin ist die Hauptschule Hohenlimburg mit 510 beteiligten Lehrern und Schülern. Rund um Elsey wird nach dem Auftritt dieser Putzkolonne sicher kein einzelnes Papierchen mehr zu finden sein. Im Bezirk Nord werden sich 215 Kinder und Aufsichtspersonen von der Hermann-Löns-Grundschule als Müllsammler betätigen. Die Realschule Halden verteidigt bislang den Titel der Einrichtung mit der größten zahlenmäßigen Putzkraft im Bezirk Mitte mit 370 Beteiligten. In Eilpe beteiligt sich die August Hermann-Francke-Grundschule mit 140 Kindern und in Haspe ist die Freie Evangelische Schule mit 160 Kindern und Jugendlichen ganz vorne dabei. Abgesehen von Schulen und Kindergärten sind auch von anderen Einrichtungen hohe Anmeldungszahlen eingegangen: Bei den Vereinen aus dem Bezirk Mitte ist die Einrichtung mit den meisten Teilnehmern die Kirche Jesu Christi „die Heiligen der letzten Tage“, die sich den Bereich Ischeland vornehmen wird. Der Sportfischerei-Verein Hagen/Herdecke kümmert sich mit 20 Mitgliedern um die Uferreinigung von Hengsteysee und Lenne im Bezirk Nord und in Hohenlimburg werden die Kanuten vom KC Hohenlimburg mit 21 Frauen und Männern die Lenne von Müll befreien. In Haspe rückt der TV Hasperbach dem Müllproblem mit 22 Mitgliedern zu Leibe. Im Bezirk Eilpe-Dahl ist die Einrichtung mit der größten Zahl Beteiligter auch ein Sportverein: Der TSV Dahl tritt mit 25 Personen an. Die Aktion „Saubere Stadt Hagen“ hat vier Hauptziele: Erstens, das Problembewusstsein in der Bevölkerung, insbesondere bei Kindern und Jugendlichen, wecken bzw. stärken, Zweitens, das Verhalten der Müllverursacher positiv beeinflussen und verändern. Drittens, das Sicherheitsgefühl der Bürger, das wesentlich von der Attraktivität und Sauberkeit des Stadtbildes abhängt, stärken und last but not least die Verschmutzungen in der Stadt, in den Ortsteilen und den Naturgebieten beseitigen. Der 8. April ist der Tag der Kindergärten und Schulen: Unter der Aufsicht und Anweisung ihrer LehrerInnen und ErzieherInnen werden die Kinder und Jugendlichen die Umgebung ihrer Einrichtung oder vorher festgelegte Reviere säubern. Vereine und sonstige Einrichtungen reinigen am Samstag, dem 9. April. Sie beenden ihre Müllsammelaktion um 13 Uhr. Der Müll wird von den beteiligten Bürgern an vorher fest gelegten Abfallsammelstellen deponiert und dort ab 13 Uhr abgeholt. Als geselligen Abschluss der Aktion planen einige Bezirke Helferfeten. Viele der beteiligten Einrichtungen haben selbst Reinigungsreviere vorgeschlagen, andere haben sich vom Presse- und Informationsamt „Dreckecken“, „wilde Müllkippen“ oder einfach vermüllte Straßen nennen lassen. Ausgewählt wurden diese „Müllzonen“ von Experten des Hagener Entsorgungsbetriebs (HEB), der Bezirksverwaltungsstellen, des Umweltamtes und des Forstamtes. Auch viele Politikerinnen und Politiker aus dem Rat und den Bezirksverwaltungen haben konkrete Reinigungsvorschläge gemacht. Gereinigt wird in allen Ecken Hagens: Von Grünflächen wie den Lenneauen bis hin zum Bahnhof Rummenohl sind zahlreiche Flächen abgedeckt. Uferbereiche und besonders befahrene Straßen sind für Kinder und Jugendliche allerdings tabu: Sie säubern meist in der ihnen vertrauten unmittelbaren Umgebung. Um die Gewässerbereiche kümmern sich erfahrene Sportfischer oder Kanuten; zu der Reinigung befahrener Straßen haben sich einige Parteien und Vereine mit erwachsenen Teilnehmern bereit erklärt. Die Hagener Firmen Rommel und Evers haben einen großen Teil zur Finanzierung dieser Aktion beigetragen: Sie stellen einen beträchtlichen Teil der benötigten Handschuhe gratis zur Verfügung. Alle Beteiligten erhalten vom Presse- und Informationsamt – selbstverständlich unentgeltlich - Müllbeutel und Handschuhe. Das Gros der angemeldeten Einrichtungen hat ihre Ausrüstung schon auf den Informationsabenden zur Aktion erhalten. Um alle Beteiligten auf die Aktion vorzubereiten, wurden Informationsabende in den unterschiedlichen Bezirken angeboten. Zu diesen Infoveranstaltungen waren alle Schulen, Kindergärten und übrigen Einrichtungen eingeladen. Gemeinsam mit den jeweiligen Bezirksvorstehern, den Vertretern des Presse- und Informationsamtes und des HEB suchten sich die Anwesenden „ihr Müllgebiet“ aus. Sie wurden über Versicherungsschutz und Sicherheitsanweisungen informiert. An Ort und Stelle wurden den Beteiligten dann die Müllbeutel und Handschuhe ausgeteilt. Besonders Kinder müssen für das Thema Müll und Umweltschutz sensibilisiert werden. Deswegen wurde den Hagener Grundschulen ein zusätzliches Angebot gemacht: Der umweltpädagogische Unterricht. Fünf „Umweltlehrer“ beteiligten sich an der Aktion und erklärten sich bereit, den Kindern für ein paar Stunden den richtigen Umgang mit Müll näher zu bringen. Sechs Grundschulen forderten diese Form des Unterrichts für insgesamt 13 Klassen an. Die Umweltpädagogen unterhielten sich mit den Grundschulkindern spielerisch über das Thema Müllentsorgung, die richtige Mülltrennung und vor allem über das Thema der Müllvermeidung. Die Kinder griffen das Thema begeistert auf – „mit Schuld“ an dem neuen „Umwelteifer“ war vermutlich das Maskottchen der Aktion: Jede Schulklasse bekam den HEB-Biber als Stofftier geschenkt. Bei der zweiten stadtweiten Sauberkeitsaktion im nächsten Jahr soll der umweltpädagogische Unterricht erneut angeboten werden.
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Donnerstag, 17.05.2012 - 22:26 - 7004 Seitenaufrufe
