netzwerk demenz stellt sich in der Volme Galerie vor
05.09.2005
Mit einer Auftaktveranstaltung in der Volme Galerie am 9. und 10. September 2005 will sich das neu gegründete netzwerk demenz erstmals der Öffentlichkeit präsentieren.
In der Zeit von 10 bis 18 Uhr möchten die Netzwerkteilnehmer mit den Hagener Bürgerinnen und Bürgern ins Gespräch kommen und über Hilfen bei Demenz informieren.
Eigens erstellte Info-Broschüren zum Krankheitsbild und Literaturlisten liegen bei dieser Gelegenheit kostenlos aus. Bücher können eingesehen werden.
Nach wie vor wird die Erkrankung tabuisiert und führt dazu, dass Angehörige sich scheuen, Hilfe zu suchen und anzunehmen. "Wir erreichen bisher nur einen Bruchteil derjenigen, die Hilfe dringend brauchen", so Ute Schmikowski von der Alzheimer Selbsthilfegruppe. "Es ist wichtig, dass offen in der Bevölkerung über diese Erkrankung gesprochen wird. Damit erleichtern wir es den Angehörigen, ohne Scheu Hilfe zu suchen und anzunehmen", ergänzt Christine Peters von der Pflege- und Wohnberatung der Stadt Hagen. Eine Demenzerkrankung verläuft immer chronisch und entwickelt sich fortschreitend.
Heilbar ist sie bisher noch nicht. Für pflegende Angehörige bedeutet das in der Regel eine außergewöhnliche psychische und physische Belastung über viele Jahre hinweg. Nicht selten besteht die Gefahr, dass sie selbst aufgrund der extremen Situation erkranken und hilfebedürftig werden.
Vor diesem Hintergrund ist auf die Initiative der Pflege- und Wohnberatung der Stadt Hagen in Kooperation mit der Alzheimer Selbsthilfegruppe das netzwerk demenz entstanden. Ein engagiertes Team aus Vertretern der ambulanten Dienste, der Kurzzeit- und Tagespflege, der offenen Seniorenarbeit, der Klinik für Geriatrie, der Pflegekassen, der Freiwilligenzentrale, der Alzheimer Selbsthilfegruppe und der Pflegeund Wohnberatung der Stadt Hagen verfolgt das Ziel, die Versorgung der Demenzerkrankten im häuslichen Bereich zu verbessern und die Angehörigen spürbar zu entlasten.
Um das netzwerk demenz einer breiten Öffentlichkeit auch nach der Veranstaltung bekannt zu machen, ist ein Flyer erstellt worden und wird in der Volme Galerie erstmalig verteilt. Er gibt Auskunft über die Netzwerkteilnehmer und Ansprechpartner. Wie auch bei der Entwicklung des Logos haben Schülerinnen und Schüler der Abteilung Medien des Cuno Berufskolleg II Hagen bei der Entwicklung des Flyers mitgewirkt. Hierbei sind unterschiedliche kreative Ideen in das Layout des Flyers eingeflossen und zeigen das gute Ergebnis einer Kooperation von Jung für Alt.
Die Veranstaltung in der Volme Galerie ist ein Auftakt. Weitere Aktivitäten des netzwerk demenz folgen. Im Oktober wird eine Veranstaltung für pflegende Angehörige und am Thema Interessierte in der Kurzzeitpflege-Einrichtung der AWO und im November eine Veranstaltung für niedergelassene Ärzte im Arcadeon stattfinden.
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