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1-Euro-Kräfte sollen für mehr Sicherheit eingesetzt werden
07.09.2005 OPA lebt und präsentiert sich zugleich überaus einsatzfreudig! Das war die einhellige Meinung aller Teilnehmerinnen und Teilnehmer an der Sitzung der Lenkungsgruppe Ordnungspartnerschaften (OPA), zu der Oberbürgermeister Peter Demnitz jetzt ins Rathaus an der Volme eingeladen hatte.Polizeipräsidentin Ursula Steinhauer, die Leitende Oberstaatsanwältin Birgit Cirullies, HVG-Geschäftsführer Ivo Grünhagen, Bahnhofsmanagerin Dorothee Wasel, sämtliche Hagener Bezirksvorsteher sowie die weiteren anwesenden Vertreter unter anderem der Agentur für Arbeit, der Bundespolizei, des Einzelhandels, der Taxifunkzentrale sowie der Verwaltung lobten dabei übereinstimmend die gute, vielschichtige und zugleich überaus erfolgreiche Kooperation aller Beteiligten, die sich bekanntlich bereits Ende 1997 - und zu diesem Zeitpunkt einmalig in ganz Nordrhein-Westfalen - als Ordnungspartner zusammengetan hatten. Damit OPA nun weder rastet noch rostet - will heißen: da die stetigen Bemühungen um mehr Sicherheit, Sauberkeit und Ordnung in der Stadt kein Nachlassen in den gemeinsamen Anstrengungen zulassen - wurden im Rahmen der Sitzung im Rathaus eine Reihe künftiger Arbeitsziele formuliert. Danach soll zum Beispiel dem verkehrswidrigen Parken in Kurvenbereichen - dem Eckenparken - der Kampf angesagt werden. Auf diese Weise würde für bessere Sichtverhältnisse für andere Verkehrsteilnehmer gesorgt, insbesondere aber auch mehr Sicherheit für die Kinder auf ihren Schulwegen erreicht. Auch eine ungehinderte und bisweilen lebensrettende Zufahrt für Rettungsfahrzeuge muss jederzeit gewährleistet sein. Daher soll das unrechtmäßige Abstellen von Fahrzeugen insgesamt - und nicht nur in Kurvenbereichen - verstärkt geahndet werden. Einen breiten Raum nahmen daneben Überlegungen ein, künftig gezielt auch sogenannte 1-Euro-Kräfte für mehr Sicherheit und Ordnung einzusetzen. Konkret könnten diese zum Beispiel als Schülerlotsen, in der Jugendverkehrsschule sowie auf Schulhöfen zum Einsatz kommen. Angedacht ist zudem eine verstärkte Bedienung des von der Stadt Hagen angeschafften Geschwindigkeitsdisplays, das auf diese Weise noch intensiver als bisher schon zum Beispiel vor Schulen oder Kindergärten eingesetzt werden könnte. Und last but not least wurde überlegt, 1-Euro-Kräfte auch auf den Friedhöfen im Stadtgebiet ihren Dienst tun zu lassen, um durch ihre Anwesenheit gerade auch den vielen älteren Friedhofsbesuchern ein verstärktes Sicherheitsgefühl zu vermitteln. Seitens der Agentur für Arbeit wurde der Stadt in Sachen Vermittlung besagter Kräfte eine schnelle und gezielte Unterstützung zugesagt. Mit Blick auf eine stärkere Präsenz von städtischen Ordnungskräften in den einzelnen Stadtbezirken verwies Oberbürgermeister Peter Demnitz auf derzeit laufende Überlegungen, alle Außendienste des Ordnungsamtes zusammen zu fassen, gleichzeitig die beiden im Moment bestehenden, großen Ordnungsamtsbezirke aufzulösen und durch elf kleinere zu ersetzen. Auf diese Weise, so Demnitz, sind immer Ansprechpartner vor Ort für die Bürger erreichbar, es gibt kürzere Abstimmungswege gerade auch mit den Bezirkspolizisten und es könnte gemeinsam schneller auf besondere Vorkommnisse reagiert werden. Kurz und gut: das Sicherheitsempfinden der Bürger würde fraglos merklich steigen! Dieser Vorschlag wurde von den anderen anwesenden Ordnungspartnern ebenso positiv aufgenommen und bewertet wie der auch der Hinweis, dass nach dem erfolgten Ratsbeschluss zur Veränderung der Gebietsordnung nun mit noch mehr Konsequenz als bisher schon gegen die berüchtigte Trinkerszene an diversen Stellen im Stadtgebiet vorgegangen werden soll. Bei der Polizei Hagen hat sich die Ausdehnung der Ordnungspartnerschaft auf die Stadtteile bewährt. Hier zeigt sie mit ca. 40.000 Personalstunden im Jahr verstärkt Präsenz. So sind die Bezirksbeamten als Ansprechpartner auf dem Europaplatz am Markttag inzwischen zur festen Einrichtung geworden. Gleiches gilt für den Markttag auf der Springe. Dort, aber auch auf dem Wilhelmsplatz in Wehringhausen kommt in diesem Sommer die Mobile Sicherheits- und Servicezentrale als Sommerwache vermehrt zum Einsatz. Enge Kontakte bestehen in allen Bereichen zu den Ordnungspartnern und haben bereits zur Beseitigung einiger, durch die Bürgerbefragung im letzten Jahr bekannt gewordenen Problemzonen geführt. Unter anderem wurden Am Widey entlang der Volme bis zur Agentur für Arbeit Bäume und Büsche stark zurückgeschnitten, um den Weg heller und offener zu gestalten. Ähnliche Maßnahmen sind für den Spielplatz in der Neumarkt- / Ecke Bahnhofstraße geplant. Verstärkte Kontrollen im Bereich der Trinkerszene haben die Probleme im Innenstadtbereich, aber auch in Eilpe und insbesondere in Haspe erheblich gemindert. Im Teilprojekt Kinderunfälle ist es der Polizei gelungen, durch vermehrte flächendeckende Geschwindigkeits- und allgemeine Verkehrskontrollen die Unfallzahlen erheblich zu senken. Im ersten Halbjahr 2005 ereigneten sich nur 33 Kinderunfälle, 2004 waren es 42 und dass, obwohl wir im Gesamtjahr 2004 mit 73 Kinderunfällen schon die geringsten Unfallzahlen seit über zehn Jahren zu verzeichnen hatten. Die Aktionen Patenschaften und Elternbriefe haben 2005 bereits Schwerpunkte in der Öffentlichkeitsarbeit gesetzt. Geplant sind noch die Aktionen Verkehrssicherheitstag und Beseitigung von Gefahrstellen im Verkehrsraum. Unterstützt wird die Polizei Hagen bei ihren vielen Aktivitäten nicht nur durch die Stadt Hagen, sondern bei den mehrmals jährlich durchgeführten großangelegten Verkehrsrazzien auch durch Zoll und THW. Die enge Zusammenarbeit mit der Hagener Straßenbahn AG erweist sich seit Jahren als positiv. Dass die Ordnungspartner Hand in Hand arbeiten machen die geplanten polizeilichen Beschulungen von Kontrolleuren der Hagener Straßenbahn AG zur Früherkennung von Taschendiebstählen deutlich, aber auch die Beschulungen von Politessen durch Verhaltenstrainer der Polizei im letzten Jahr. Auf dem Kriminalitätssektor arbeiten Staatsanwaltschaft und Polizei gemeinsam daran, nicht nur die Anzahl der beschleunigten Verfahren zu erhöhen, sondern zusammen mit der Jugendgerichtshilfe durch Diversionsverfahren insbesondere auch auf jugendliche Täter einzuwirken. Zum einen, um durch zügig verhängte Sanktionen vor dem Begehen von Straftaten abzuschrecken und zum anderen, um die jungen Menschen vor einem Abgleiten in die Kriminalität zu bewahren. In bewährtem Maße wird die Polizei Hagen daher auch in Zukunft in Zusammenarbeit mit allen Ordnungspartnern weiter daran arbeiten, den Hagener Bürgerinnen und Bürgern ein Höchstmaß an Sicherheit und damit auch an Lebensqualität zu bieten. Ergänzend berichtete die Leiterin der Staatsanwaltschaft Hagen, Leitende Oberstaatsanwältin Birgit Cirullies, dass in ihrer Behörde verstärkt das beschleunigte Verfahren angewandt wird. Danach können zum Beispiel auf frischer Tat gefasste und überführte Ladendiebe noch am Tattag selbst abgeurteilt werden. Auf diese Weise wird verhindert, dass ein zu großer Zeitraum zwischen der Tat und dem Gerichtsverfahren liegt oder der Beschuldigte sich nach der Tat absetzt und so für längere Zeit nicht verurteilt werden kann. Der Abschreckungseffekt wäre beim beschleunigten Verfahren also zweifelsfrei merklich größer. Ivo Grünhagen stellte schließlich als HVG-Geschäftsführer fest, dass vor allem das Thema Sicherheit in Bussen weiterhin mit Nachdruck verfolgt werden soll. So hätten sich der Einstieg vorn beim Fahrer sowie die verstärkte Videoüberwachung in den Bussen selbst als überaus positiv erwiesen. Neue Busse werden folgerichtig sofort mit Videokameras ausgerüstet und für Fahrten in den späten Abendstunden sowie Nachts werden in der Regel videoüberwachte Busse eingesetzt. Auch der verstärkte Einsatz von Busbegleitern wird überlegt. Gemeinsam mit der Polizei werden zudem Schulungsmaßnahmen vorbereitet, damit die Busfahrer Taschendiebe und deren Verhalten besser erkennen können. Mit der konkreten Umsetzung einzelner Maßnahmen wollen sich die jeweils beteiligten Ordnungspartner nun schnellstmöglich befassen. Zudem wurde vereinbart, die regelmäßigen Zusammenkünfte aller beteiligten Partner wieder zu intensivieren - sie sollen künftig zweimal im Jahr durchgeführt werden.
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Montag, 21.05.2012 - 14:34 - 4022 Seitenaufrufe
