Gedankenspiel zur Mehrzweckhalle Hagen
29.06.2006
Noch im laufe des Jahres soll eine Entscheidung über den Standort für eine neue Halle in Hagen fallen. Es sind einige sehr abgelegene Standorte im Gespräch, aber macht das auch Sinn?
Es sollte wohl jedem interessierten Bürger klar sein, dass eine "Großhalle" mit 5000+ Plätzen nicht durch ein paar Basketball-Spiele betrieben werden kann. Zumindest nicht, wenn der Stehplatz keine 50 Euro kosten soll.
Es müssen also Events und neue Kunden nach Hagen kommen, die Ihren Beitrag zur Finanzierung der Halle leisten. Die Standortlage ist gar nicht so schlecht. Potenzielle Besucher, aus den Regionen südlich und östlich von Hagen würden sicherlich lieber „zu uns“ kommen als nach Dortmund weiter zu fahren.
Läge die Halle nahe der Innenstadt würde dies sicherlich auch guten Umsatz für Handel und Gastronomie bringen. Die Erreichbarkeit für Hagener wäre natürlich durchschnittlich auch besser.
Daher bringe ich nun mal einen Standort ins Spiel, der meiner Ansicht nach das Optimum wäre:
Die Halle muss hinter dem Hauptbahnhof gebaut werden.
Jeder, der einmal Konzerte in anderen Städten besucht hat, kennt die Schwierigkeiten die es bereitet von irgendwelchen Messegeländen zum Bahnhof und wieder zurück nach Hagen zu kommen. Zur Anreise bleibt nur der PKW.
Die Lage direkt am Hagener Hauptbahnhof würde die Rückreise für Besucher aus dem Umland kalkulierbar machen, da man die Gleise in wenigen Minuten direkt erreichen könnte. Ein Standortvorteil den keine andere Stadt zu bieten hat.
Das Gebiet um dem Hauptbahnhof würde deutlich aufgewertet werden, es mag sogar sein, dass die Bahn das Verbindungsnetz in Hagen aufwerten muss, anstatt ICE Verbindungen zu streichen.
Mit der Halle müsste endlich die Bahnhofhinterfahrung realisiert werden. Dafür gibt es Fördermittel zur Schaffung der erforderlichen Infrastruktur. Ein gutes Argument sollte auch die Feinstaubbelastung am Graf-von-Galen-Ring sein. Der Verkehr sollte dort durch eine Hinterfahrung deutlich abnehmen und das Emissions-Problem wäre Geschichte.
Zur Veranschaulichung folgt ein Ausschnitt des Stadtplans mit eingezeichneter Hinterfahrung des Hauptbahnhofs und der Mehrzweckhalle für Hagen. Der Großteil der eingezeichneten Industrieanlagen (Postbahnhof etc.) sollten nicht mehr genutzt werden.
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| Rudimentäter Lageplan für eine Mehrzweckhalle (hier 90m x 120m) in Hagen |
Vorteile dieser Lösung:
- Die Halle wäre für alle Hagener Sportbegeisterten besser zu erreichen als andere Standorte.
- Die Halle wäre Überregional Einzigartig mit der Bahn zu erreichen. Auf Tickets für große Veranstaltungen gibt es meist kostenlose Bahnanreise.
- Das gesamte Bahnhofsquartier würde deutlich aufgewertet.
- Einer der schlimmsten Verkehrsengpässe in Hagen wäre gelöst.
- Das Feinstaubproblem in der Innenstadt wäre aus der Welt.
- Gastronomie und Handel in der Innenstadt würden profitieren.
- Infrastrukturmassnahmen wären förderbar, da diese im öffentlichen Interesse sind.
- Es gibt genug Fläche für Parkpläze von der die gesamte Innenstadt profitieren würde.
- Der Standort wäre auch für Investoren (Handel) interessant, da zusammen mit der Halle Einkaufsmöglichkeiten gebaut werden können.
- Mehr Gewerbesteuereinnahmen für den Stadtkämmerer, was bei einer öffentlichen Investition immer berücksichtigt werden sollte.
- Der Graf-von-Galen-Ring könnte "Verkehrsberuhigt" werden.
Bei der Kombination neues Rathaus / Volmegalerie oder Renovierung Osthaus Museum / Schumachermuseum hat sich gezeigt, dass sich "kombinierte Projekte" besser durchsetzen lassen. Daher sollte hier die "große Lösung" angestrebt und somit auch die finanzielle Zukunft der Stadt Hagen langfristig gesichert werden.
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