Eltern-Informationsabende in der Familienberatungsstelle
08.02.2007
Im Rahmen ihrer Präventions- und Öffentlichkeitsarbeit veranstaltet die Beratungsstelle für Eltern, Kinder und Jugendliche der Stadt Hagen eine Reihe von Elterninformationsabenden.
Bis Juni werden insgesamt sechs Infoveranstaltungen angeboten. Die Themen stehen exemplarisch für Fragestellungen, die in den Beratungen der Familien, die die Einrichtung aufsuchen, immer wieder eine zentrale Rolle spielen: Was ist wichtig für eine gesunde Entwicklung von Kindern in den ersten Lebensjahren?, Wege aus der Brüllfalle – respektvoll Grenzen setzen, Du kannst mir sowieso nichts sagen: Kinder in der Pubertät, Kinder – ahnungslose Opfer in den Chaträumen des Internets.
Die Mitarbeiter der Beratungsstelle wollen über diese Abende Eltern die Türen öffnen und sie ermutigen, rechtzeitig die Einrichtung aufzusuchen, wenn sie in Sackgassen stecken und Probleme mit ihren eigenen Ideen nicht mehr lösen können. Martin Steinkamp, Diplom-Psychologe und Leiter der Einrichtung: „Es gibt ein weises afrikanisches Sprichwort: Für die Erziehung eines Kindes braucht man ein ganzes Dorf.“
Erziehung ist ein komplexes und kompliziertes Unternehmen mit vielen Krisen und Risiken. Unterstützung in Anspruch zu nehmen ist kein Ausdruck von Versagen oder Unvermögen, sondern ein Zeichen für Verantwortung. Im vorigen Jahr wurden durch die Mitarbeiter, zwei Teams aus Sozialpädagogen und Psychologen, 850 Hagener Familien beraten. Der Besuch von einem der Elternabende könnte ein erster Schritt sein, sich mit der Arbeit der Beratungsstelle vertraut zu machen.
Der erste Abend findet am Dienstag, 13. Februar, statt. Er steht unter dem Thema: „ Wie aus Paaren Eltern werden ...und was frau/man dazu wissen muss“. Die Diplom-Sozialpädagogin Iris Timmerbeul-Tappert referiert zu verschiedenen Aspekten: Was verändert sich für ein junges Paar, wenn es durch die Geburt ihres Kindes zu Eltern wird? Wie können sie sich auf die Elternschaft gut vorbereiten? Es gibt zwar keinen Elternführerschein, aber was sollte man in „Eltern-Fahrstunden“ sinnigerweise lernen?
Wie verändert sich der Tagesablauf durch einen Säugling? Welche Rolle spielt die eigene Erziehung, wenn Eltern jetzt selbst erziehen? Iris Timmerbeul-Tappert verfügt über langjährige Erfahrungen in der Erziehungsberatung. Ihre Ausführungen wird sie mit Videoszenen illustrieren.
Die Veranstaltung findet im Gruppenraum der Beratungsstelle am Ring, Märkischer Ring 101 (CVJM-Gebäude), statt und beginnt um 20 Uhr. Um telefonische Voranmeldung wird gebeten unter Telefon 02331/207-3991.
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