Gewinner der Eisblockwette stehen fest

19.06.2007

Acht Wochen war das Eisblockhaus auf dem Friedrich-Ebert-Platz Sonne, Wind und Wetter ausgesetzt. Am vergangenen Samstag, dem Umwelt- und Kindergesundheitstag, wurde dann endlich die spannende Frage geklärt, wie viel von dem Eisblock noch übrig geblieben ist.


Die Klasse 5a des Theodor-Heuss-Gymnasiums und ihre Klassenlehrerin Karin Albrecht ermittelten das Ergebnis: 35,66 Prozent des Eisblocks waren noch übrig.

Das scheint im ersten Moment wenig. Doch angesichts der langen Laufzeit der Wette und den hohen Temperaturen des ungewöhnlich warmen Frühlings ist das eine beachtliche Leistung. Zum Vergleich: In Butzbach war der gedämmte Eisblock vollständig verschwunden und sein Schmelzwasser sogar bereits 22 Grad warm. Die Wärmedämmung hat in Hagen also trotz des an Hitzerekorden reichen Frühjahrs sehr gut funktioniert.

Auch ein Ergebnis von fast 36 Prozent macht deutlich, dass gegenüber einem Standardhaus die Dämmung das Ergebnis selbst unter diesen äußerst schwierigen Bedingungen verbessert hat. Die Ergebnisse in ganz Deutschland schwanken zwischen 30 bis 90 Prozent und müssen mindestens in Verbindung mit den Laufzeiten gesehen werden.

Vor Ort bestand meist die Notwendigkeit die Aktion an den lokalen Terminplan (zum Beispiel Messen) anzupassen, darunter leidet die Vergleichbarkeit. Wichtig ist, dass die Aktion vor Ort aufmerksam verfolgt wurde. Rückmeldungen berichten von Bürgerinnen und Bürgern deren Entscheidung für einen Neubau nach Passivhaus-Standard durch die Eisblockaktion herbeigeführt wurde.

Ausgezahlt hat sich die Eisblockwette auch für Dennis Spies aus Hagen. Er beantwortete die Frage „Wie viel Prozent des Eisblocks sind am Tage der Enthüllung noch übrig?“ mit 35 Prozent und darf sich über den ersten Preis freuen: Ein Romantikwochenende im Wellness-Hotel am Niederrhein für zwei Personen inklusive Anreise im Wert von 800 Euro, welches der Wohnungsverein Hagen eG spendet.

Über den zweiten Preis, ein Verwöhntag für zwei Personen in Bad Sassendorf, gespendet von der Firma Ambrock, kann sich Dennis Gohlke aus Schwerte freuen, der ebenfalls 35 Prozent getippt hatte. Auch die Drittplazierte, Angelika Gebauer aus Herdecke, tippte 35 Prozent und kann sich auf ein Schlemmeressen im Schloss Hohenlimburg freuen, das von der Firma Hollmann+Partner Energiesysteme gespendet wurde.

Weitere Preise sind ein Luftdichtigkeitstest der Zimmerei Platner, drei Energieberatungen der Wirtschafts- und Servicegesellschaft des Handwerks mbH, 1 Energieausweis vom Ingenieurbüro Fastenrath und Sanierungsgesamtkonzept vom Architekten Wehner.

Diese Preise können natürlich erst nach Ermittlung des Bedarfs vergeben werden. Bereits am vergangenen Samstag auf der Bühne des Umwelt- und Kindergesundheitstages wurden die zehn Buch- („Einfach das Klima verändern“, „Wir Wettermacher“) und zwei DVD-Preise („Eine unbequeme Wahrheit“) von der Thalia-Buchhandlung ausgegeben.

Bundesweit nehmen mehr als 40 Städte und Gemeinden an der Eisblockwette teil. Die Kampagne zeigt, was mit guter Wärmedämmung für Klimaschutz und Energieeinsparung erreicht werden kann. Das Ergebnis fällt von Stadt zu Stadt unterschiedlich aus, denn jedes Haus wurde individuell von Handwerkern vor Ort gebaut und auch die Temperaturen sind nicht überall gleich.

Wichtig ist dabei die Einhaltung des hohen Dämmstandards eines Passivhauses. Kontrollaktionen mit schlechter gedämmten Eishäusern – zum Beispiel nach der 70er Jahre Baustandard - haben die enthaltenen Eisblöcke schon vor der Enthüllung komplett schmelzen lassen.

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Dienstag, 22.05.2012 - 12:09  - 3298 Seitenaufrufe 

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