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Forstamt und Bezirksvertretung Mitte kümmern sich um den Erholungswald im Wehringhauser Bachtal

02.07.2009

Das Forstamt der Stadt Hagen hat jetzt mit finanzieller Unterstützung durch die Bezirksvertretung Hagen Mitte im Wehringhauser Bachtal umfangreiche Maßnahmen ergriffen, die den Erholungswert und die Attraktivität des Stadtwaldes als landschaftlich sehr reizvolles Naherholungsgebiet für die Hagener Waldbesucher weiter erhöhen.

Bezirksbürgermeister Jürgen Glaeser und sein 1. Stellvertreter Gerd Homm haben sich am heutigen Donnerstag (2. Juli) gemeinsam mit Forstamtsleiter Horst Heicappell und seinem Vertreter Michael Knaup ein Bild vor Ort gemacht.

Neue Wildfütterung an der Deerthstraße
Nach der Erneuerung des Eingangsbereichs zur Wildfütterung an der Deerthstraße im Jahr 2007 wird jetzt die baufällige Wildfütterung durch eine neue ersetzt. Gleichzeitig wird das direkte Umfeld der Fütterung in mehreren Bauabschnitten neu gestaltet. Nach dem Abriss der alten Fütterung wird in den nächsten Monaten mit der Schaffung einer neuen Futterplatte begonnen. Das Forstamt freut sich, dass neben der weiteren Aufwertung der Kontaktzone zwischen Mensch und Tier mit dieser baulichen Veränderung im zweiten Abschnitt auch eine Fütterung entstehen wird, die eine Einlagerung notwendiger Futtermittel ermöglicht und die die artgerechte Darbietung der Futtermittel für die Tierarten gestattet.

Erneuerung der Zaunanlage am Damwildgatter
Im Anschluss an den Eingangsbereich zur Wildfütterung an der Deerthstraße wird der alte Gatterzaun abgebaut und durch eine neue Zaunanlage ersetzt. Neben der Verminderung der Verletzungsgefahr für das Gatterwild stellt das Forstamt damit sicher, dass die Tiere innerhalb der Gatteranlage verbleiben.

Brückenbauwerk auf dem Fußweg zum Schwarzwildgatter
Ausgelöst durch den Einsturz einer Fußgängerbrücke im Sauerland hat das Forstamt die vorhandenen Brückenbauwerke im Wehringhauser Bachtal einer intensiven Überprüfung der Verkehrssicherheit unterzogen. Die Untersuchung hat ergeben, dass eine Brücke den Anforderungen nicht mehr genügt. Die Besucher des Stadtwaldes werden schon seit längerer Zeit gemerkt haben, dass dieses Bauwerk kurzfristig gesperrt werden musste. Um den Wehringhauser Bach jedoch überqueren zu können und damit den Bürgerinnen und Bürgern einen Rundweg zu ermöglichen, muss in den nächsten Wochen eine der verbleibenden Brücken grundlegend überarbeitet werden. Das Forstamt bittet die Bürger um Verständnis.

Naturlerntafeln entlang des neu eingerichteten Naturerlebnispfades
Das Forstamt freut sich, insbesondere den Kindern jetzt auch im Wehringhauser Bachtal einen neuen Naturerlebnispfad anbieten zu können. Mit finanzieller Unterstützung der Bezirksvertretung Mitte wurden neue Naturlerntafeln aufgestellt, die den großen und kleinen Waldbesuchern neben den Themen „Erholungswaldfunktionen“, „Nutz- und Schutzfunktion des Waldes“ auch verschiedene heimische Tierarten sowie deren Lebensraum, Lebensweise, Nahrung und Vorkommen vorstellen. Informationen gibt es insbesondere über Reh- und Schwarzwild, Spechte, Eulen und weitere Tiere des heimischen Waldes. Auch das ausschließlich im Wildgatter vorkommende Muffelwild wird präsentiert. Der Lehrpfad verläuft vom Aloys-Brinkmann-Weg über den Prentzelweg zum Wilhelm-Husemann-Weg.

Karl-Erwald-Quelle im neuen Gewand
Die Quellfassung wurde zum Gedenken an Karl Ewald errichtet. Karl Ewald (1866-1933) war von 1909 bis 1925 Hauptwegewart und von 1913 bis 1923 Vorsitzender der Abteilung Hagen im Sauerländischen Gebirgsverein (SGV). Er erhielt auf Grund seiner Verdienste um die Arbeit des SGV die Ehrenmitgliedschaft. Das Bauwerk musste wegen Baufälligkeit mit Hilfe der Hagener Werk- und Dienstleistungs- GmbH (HaWeD) vollständig restauriert werden. Steine und Fugen der Bruchsteinmauer wurden gereinigt und die Fugen mit Zementmörtel neu verfugt. Zusätzlich erhielt die Mauer eine neue Mauerkrone. Mit der Reinigung des Wasserzulaufs und der Wiederherstellung der Durchgängigkeit der vorhandenen Leitungen kann die Quelle nun wieder sprudeln.

Bereich für Ruhepausen auf dem Fußweg zum Wildgatter
Erfreulicherweise werden das Scharzwildgatter und das Damwildgehege im Wehringhauser Bachtal sehr gut von der Bürgerschaft angenommen. Auf dem Weg zu den Gehegen besteht für die großen und kleinen Besucher des Stadtwaldes schon über viele Jahre hinweg die Möglichkeit eine kurze Rast einzulegen. Diese Anlage muss jedoch dringend grundlegend renoviert werden. Das Forstamt hofft, dass dies in Zusammenarbeit mit der Bezirksvertretung in nächster Zeit in angriff genommen werden kann.

Bezirksbürgermeister Jürgen Glaeser hat sich abschließend beim Forstamt bedankt, dass trotz der immensen personellen und organisatorischen Anforderungen nach „Kyrill“ die Funktion des Stadtwaldes als Erholungs- und Naturerlebnisraum für die Hagener Bevölkerung immer im besonderen Blick gehalten hat. „Dafür hat die Bezirksvertretung gerne die für diesen Zweck zur Verfügung stehenden Mittel bereitgestellt.“



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