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Polizei Hagen informiert (4. März 2010)
04.03.2010 Am 4.3.2010 hat die Hagener Polizei folgende Meldungen herausgegeben: Taschendiebstähle in der Innenstadt - Raubüberfall vor Sparkasse - Tageswohnungseinbruch in Haspe - Einbruch in Ingenieurbüro - Rollerfahrer musste ins Krankenhaus - Flüchtiger Unfallfahrer durch akribische Ermittlungsarbeit entlarvt - Mit einem Maserati hin und einem Abschleppwagen zurück - Probefahrt mit Porsche Cayman endet in München.Taschendiebstähle in der Innenstadt Zwischen 14.00 und 15.00 Uhr wurden am Mittwoch, 03.03.2010, in der Innenstadt erneut zwei Frauen Opfer von Taschendiebstählen. Eine 61-Jährige hatte zunächst in einem Geschäft in der Elberfelder Straße etwas eingekauft und bezahlt und ihre Geldbörse zurück in die Umhängetasche gesteckt. Als die dann wenig später in einem Supermarkt in der Mittelstraße an der Kasse stand, fehlte das Portemonnaie mit Bargeld, Scheck- und Kreditkarte sowie persönlichen Papieren aus der Tasche. Zwar konnte die Geschädigte keinen konkreten Tatverdacht äußern, aufgefallen war ihr jedoch eine junge Frau, die in dem Supermarkt neben ihr gestanden hatte, ca. 20 Jahre alt, 160 cm groß, schmales Gesicht und blonde, zum Zopf gebundene Haare hatte. Wenig später, gegen 14.50 Uhr stellte eine 64-jährige Frau in einem Supermarkt in der Elberfelder Straße an der Kasse fest, dass ihr die Geldbörse aus der Tasche entwendet worden war. Sie erinnerte sich, dass sie an einer Selbstbedienungskühltheke in der Frischwarenabteilung von einer jungen Frau bedrängt worden war. Tatsächlich war auf einer Videoaufzeichnung der Firma die Tat aufgezeichnet. Demnach haben sich zwei junge Frauen der Geschädigten genähert. Während eine dicht neben ihr stand und nach Waren in der Kühltheke suchte, blieb die zweite Täterin hinter der Geschädigten, griff unbemerkt in deren Handtasche und entnahm ihr die Geldbörse. Damit entfernte sie sich von der Geschädigten und die zweite Täterin folgte ihr. Beide Frauen haben ein jugendliches, südländisches Erscheinungsbild, sind schlank und haben dunkle, zum Zopf gebundene Haare. Eine war komplett dunkel gekleidet, die zweite trug eine graue Jacke und Jeans mit heller Waschung an den Oberschenkeln. Mit der Geldbörse erbeuteten die Frauen Bargeld, Scheckkarte und persönliche Papiere der Geschädigten. Eine Nahbereichsfahndung nach ihnen verlief ergebnislos. Zeugen, die Täterhinweise zu einem der Fälle geben können, werden gebeten, sich bei der Polizei unter Tel. 986-2066 zu melden. Raubüberfall vor Sparkasse Vor der Sparkasse im Sparkassenkarree wurden gestern Abend (03.03.2010) zwei Geldboten überfallen und beraubt. Wenige Minuten nach 18.00 Uhr standen die beiden Männer vor dem Nachttresor des Geldinstitutes, der sich zwischen dem Haupteingang und dem daneben liegenden Teegeschäft befindet. Während einer der Geschädigten dabei war, den Tresor zu öffnen, hielt der zweite noch den schwarzen Stoffbeutel in der Hand mit zwei silbernen Geldbomben, die die Tageseinnahmen, einen fünfstelligen Bargeldbetrag, eines großen Supermarktes enthielten. Plötzlich spürten und rochen die beiden nur noch versprühtes Gas und sahen eine Hand, die an dem Stoffbeutel riss. Zunächst versuchte der Geschädigte, den Beutel noch festzuhalten, konnte sich dann aber gegen die Kraft des Täters nicht mehr wehren. Der Henkel des Beutels riss ab und der Täter flüchtete mit der Beute zu Fuß in Richtung Badstraße. Ein Geschädigter verfolgte ihn noch ein Stück, konnte aber aufgrund der Augenreizung nicht richtig sehen und brach die Verfolgung ab. Zeugen, die den Vorfall beobachtet haben, bemerkten drei Männer, die zunächst den Eindruck erweckten, in die Sparkasse gehen zu wollen. Kurz davor gingen sie jedoch zielstrebig auf die beiden Geldboten am Nachttresor zu. Zwei von ihnen zogen sich Tücher ins Gesicht und einer sprühte den beiden Geldboten Pfefferspray ins Gesicht. Nach einem kurzen Handgemenge flüchteten alle drei Täter in Richtung Kreisverkehr in der Badstraße. Eine sofort eingeleitete Nahbereichsfahndung verlief ergebnislos. Jetzt sucht die Polizei nach den drei südländisch wirkenden Tatverdächtigen um die 20 Jahre alt, von denen einer ca. 190 cm groß und kräftig, der zweite ca. 180 cm groß und kräftig und der dritte ca. 175 cm groß und deutlich schmaler als die beiden anderen sein soll. Alle drei trugen Jacken mit Kapuzen, die sie bei der Tatausführung auch über den Kopf gezogen hatten. Zwei von ihnen trugen zudem so genannte Palästinenserhalstücher. Zeugen, die Täterhinweise geben können, werden gebeten, sich bei der Polizei unter Tel.986-2066 zu melden. Tageswohnungseinbruch in Haspe Für etwa eine Dreiviertelstunde war eine 72-jährige Mieterin aus einem Mehrfamilienhaus am Hüttenplatz in Haspe am Mittwoch außer Haus. Als sie um zwölf Uhr wieder zurückkehrte, bemerkte sie sofort, dass ihre Wohnungstür im ersten Obergeschoss nicht mehr richtig verschlossen war. Unbekannte hatten in Wohn- und Schlafzimmer die Schränke durchwühlt, Gegenstände lagen auf dem Boden und auf dem Bett. Gegenüber den alarmierten Polizeibeamten gab die Geschädigte an, dass nach einer ersten Durchsicht nichts entwendet wurde. Einbruch in Ingenieurbüro Unbekannte Einbrecher verschafften sich in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch Zugang zu einem Ingenieurbüro in der Haldener Straße. Zunächst hebelten die Täter die Eingangstür des mehrgeschossigen Hauses auf und anschließend gelang es ihnen, die Etagentür im Erdgeschoss aufzubrechen, obwohl diese mit einem Sicherheitsbeschlag und Mehrfachschließung versehen war. Als eine Mitarbeiterin am Mittwochmorgen gegen 08.00 Uhr zur Arbeit kam, stellte sie die Einbruchspuren fest und alarmierte die Polizei. Mehrere Schränke waren durchwühlt, Angaben zu entwendeten Gegenständen liegen noch nicht vor. Die Kripo sicherte Spuren am Tatort. Zeugen, die Hinweise zu dem Einbruch machen können, melden sich bitte unter der Rufnummer 986 2066. Rollerfahrer musste ins Krankenhaus Am Mittwochmorgen gegen 08.00 Uhr fuhr ein 16-jähriger Schüler mit seinem Roller hinter einem Skoda auf der Eilper Straße in Richtung Innenstadt. In Höhe des Eilper Denkmals musste der 53-jährige Pkw-Fahrer verkehrsbedingt bremsen. Der 16-Jährige erkannte diesen Vorgang zu spät und er prallte in das Heck des Skodas. Dabei verletzte er sich so schwer am Knie, dass er mit einem Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht werden musste. Hier war die weitere Behandlung mit einem stationären Aufenthalt verbunden. Die Schäden an den beteiligten Fahrzeugen blieben mit etwa 800 Euro eher gering. Da möglicherweise technische Veränderungen an dem Roller vorgenommen wurden, stellten die Polizisten das Zweirad sicher, um es von einem Sachverständigen untersucht werden kann. Weitere Ermittlungen dauern an. Flüchtiger Unfallfahrer durch akribische Ermittlungsarbeit entlarvt Wie vor einigen Tagen berichtet, war es in den Abendstunden des 13.02.2010 auf der Sedanstraße in Hagen-Eckesey zu einem Verkehrsunfall gekommen. Der Verursacher flüchtete und hinterließ einen Sachschaden von mehreren tausend Euro. Jedoch hatte er dabei übersehen, dass der Bereich des Unfallortes von einer Kamera überwacht wurde. So konnte ein Verkehrsunfallsachbearbeiter der Hagener Polizei in akribischer Kleinarbeit ermitteln, dass es sich bei dem flüchtigen Fahrzeug um einen zweitürigen, silberfarbenen Fiat Punto, Baujahr 95 - 99 handeln musste. Mit diesen Daten, ergaben sich in Hagen 38 zugelassene Fahrzeuge dieses Typs. Diese lange Liste musste der Beamte nun abarbeiten. Die Fahrzeughalter wurden allesamt angeschrieben und überprüft. Als die Nummer 32 der Liste ohne Auto zur Wache kam, läuteten schon die Alarmglocken. Auf die zwangsläufige Frage des Ermittlers räumte der junge Mann auch sogleich reumütig ein: "Ich war es, der vor die Mauer gefahren ist. Das Auto steht in einer Werkstatt in Haspe." Er erklärte, dass er zusammen mit ein paar Freunden Schleuderübungen gemacht habe. Er habe das an dieser Stelle schon häufiger gemacht und es hätte immer geklappt. Diesmal war das Auto aber mit fünf Personen besetzt und das Fahrverhalten veränderte sich deshalb dramatisch, so dass es zu diesem Unfall kam. Weil der 21-jährige Hagener die Tat ohne Umschweife und reumütig zugab, entschloss sich der Beamte, ihm den Führerschein zunächst noch zu belassen. Über die weitere Vorgehensweise wird später die Staatsanwaltschaft nach Übernahme der Akte entscheiden. Mit einem Maserati hin und einem Abschleppwagen zurück Ein junger Mann erschien am Mittwochmittag bei einem Gebrauchtwagenhändler in Hagen und vereinbarte eine Probefahrt mit einem Maserati. Nachdem er eine Kopie seines Personalausweises und 50,- Euro als Pfand hinterlegt hatte, durfte er gemeinsam mit einem Freund die Fahrt antreten. Unterwegs auf der A 45 stellte man plötzlich merkwürdige Geräusche aus dem Motorraum fest und beendete die Fahrt. Da eine telefonische Erreichbarkeit des Autohändlers nicht vorlag und man mit dem Fahrzeug nicht weiter fahren wollte, bestellte der 20-Jährige einen Abschleppunternehmer. Der brachte Auto und Probefahrer zurück zum Händler. Als dort der Händler die Kosten für das Abschleppen bezahlen sollte, weigerte er sich jedoch. Dies erboste den 20-Jährigen so sehr, dass er gegen ein anderes Fahrzeug des Händlers trat und dabei ein Rücklicht beschädigte. Anschließend ging er davon. Seine Personalien waren aufgrund des kopierten Ausweises bekannt Probefahrt mit Porsche Cayman endet in München Nach einem ersten telefonischen Kontakt erschien am Mittwochvormittag eine 20-jährige Frau aus Lüdenscheid in Begleitung eines jungen Mannes in einem Hagener Autohaus. Sie hatte zuvor Kaufinteresse an einem Porsche Cayman im Wert von fast 50.000,- Euro bekundet. Die junge Frau konnte sich ordnungsgemäß mir mehreren Ausweisdokumenten legitimieren, sodass anschließend die Durchführung einer Probefahrt schriftlich vereinbart wurde. Nachdem die Formalitäten inklusive Austausch von Handyerreichbarkeiten erfolgt und eine kurze Einweisung in die Handhabung der Luxuskarosse erledigt war, fuhr das Pärchen davon. In einem Schriftstück hatte man vereinbart, dass das Auto noch am gleichen Nachmittag gegen 15.00 Uhr wieder abgegeben werden sollte. Als diese Zeit verstrichen war, wählte der Autohändler die angegebene Handynummer an und war verwundert, als sich nicht die junge Dame meldete, die das Fahrzeug geliehen hatte, sondern stattdessen die Mutter des Begleiters. Diese gab an, dass sie nicht wisse, wo sich ihr Sohn und die 20-Jährige aufhalten könnten. Erst beim dritten Versuch über dieses Handy erreichte der Verkäufer die junge Dame und forderte sie auf im Autohaus zu erscheinen, um den Verbleib des Porsche zu klären. Zwischenzeitlich hatte sich auch noch ein Mitarbeiter der Fa. Porsche in Hagen gemeldet und mitgeteilt, dass er den Porsche mit Hagener Kennzeichen gegen 17.50 Uhr in München gesichtet habe. Der Autohändler benachrichtigte daraufhin die Polizei. Während die Beamten den Sachverhalt aufnahmen, erschien die 20-Jährige und gab auf Befragen an, dass ihr Bekannter, während sie sich in der Wohnung der Mutter aufhielten, den Fahrzeugschlüssel an sich genommen hatte und mit dem Porsche davon gefahren sei. Als die Damen hörten, dass das Auto in München gesichtet wurde, fiel der Mutter des jungen Mannes ein, dass dort eine ehemalige Freundin wohne. Dies wurde umgehend an die Polizeikollegen in München übermittelt, die daraufhin den Bereich des Wohnortes der Freundin in Augenschein nahmen. Und - tatsächlich - gegen 21.10 Uhr ging ein Anruf ein, dass man den Porschefahrer einschließlich Auto angetroffen habe. Inzwischen war auch bekannt, dass, der junge Mann, erst 17 Jahre alt und auch nicht im Besitz einer Fahrerlaubnis ist. Laut Hagener Polizei ist er auch nicht in einem Porsche zurück nach Lüdenscheid gefahren.
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Donnerstag, 09.02.2012 - 12:07 - 4898 Seitenaufrufe
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