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3.240 Übernachtungen ausländischer Gäste im ersten Quartal in Hagen

18.08.2014

Für Hotel-Rezeption und Gaststätte gilt: Nicht in „kulturelle Fettnäpfchen“ treten - Guter Service setzt qualifizierte Ausbildung und Weiterbildung voraus. Gäste-Betten sind gefragt: Über 21.260 Touristen und Geschäftsleute haben im ersten Quartal dieses Jahres in Hagen übernachtet.

7 Prozent davon waren Gäste aus dem Ausland. Im Schnitt blieben diese 2,2 Tage. Das teilt die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) unter Berufung auf die Beherbergungsstatistik des Landes NRW mit. „So haben Hotels und Pensionen in Hagen von Januar bis März mehr als 3.240 Übernachtungen ausländischer Gäste registriert“, sagt Helge Adolphs.

Der Geschäftsführer der NGG Südwestfalen macht deutlich, dass für Hotellerie und Gastronomie in Hagen internationale Gäste immer wichtiger werden. Für die Beschäftigten bedeute dies eine wachsende Herausforderung. „Von der Rezeptionistin bis zum Kellner: Wer Fremdsprachen mehr oder weniger gut beherrscht, ist klar im Vorteil. Aber auch den ‚Kultur-Knigge‘ müssen Hotelfach- und Servicekräfte kennen: Einem Japaner zur Begrüßung die Hand zu geben, kommt nicht gut. Profis umgehen solche ‚kulturellen Fettnäpfchen‘“, so Helge Adolphs.

Das notwendige Know-how dazu müsse den Beschäftigten der Hotel- und Gaststätten-Branche bereits in einer qualifizierten Ausbildung vermittelt werden. Darüber hinaus seien regelmäßige Fortbildungen notwendig. „Hotels und Gaststätten sind gut beraten, auf betriebliche Weiterbildung zu setzen. Denn eine qualifizierte Empfangs- oder Servicekraft ist das Aushängeschild eines Unternehmens“, sagt der NGG-Geschäftsführer. Darüber hinaus hätten Beschäftigte Anspruch auf fünf Tage Weiterbildungsurlaub pro Jahr – mit Lohnfortzahlung. Voraussetzung sei eine Beschäftigungszeit von mindestens einem halben Jahr. Ein Anspruch auf Freistellung bestehe allerdings nur, wenn der Betrieb mindestens zehn Mitarbeiter hat, so die NGG.

„Das Spektrum für die Weiterbildung in der Hotel- und Gaststätten-Branche ist breit: Es reicht von Sprachkursen über das perfekte Housekeeping bis zum Restaurant-Management“, erklärt Helge Adolphs. Die Qualifizierung von Mitarbeitern sei der beste Garant dafür, professionelle und auf Gästeerwartungen abgestimmte Standards zu erreichen und zu halten. „Immerhin sind Service und Qualität im Zeitalter von Bewertungsportalen im Internet enorm wichtig. Wer schlechte Noten von seinen Gästen bekommt und erst einmal am ‚Online-Pranger‘ steht, hat es wesentlich schwerer, neue Gäste zu gewinnen“, sagt der Geschäftsführer der NGG Südwestfalen. In Hagen gibt es 25 Hotels und Pensionen (mit mehr als zehn Betten). Insgesamt stehen damit an die 1.500 Gäste-Betten zur Verfügung.



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