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Funde aus Altena für das Museum für Ur- und Frühgeschichte in Werdringen

12.10.2004

Derzeit arbeitet das Team des Historischen Centrums Hagen fieberhaft an der Realisierung des Museums für Ur- und Frühgeschichte im Wasserschloss Werdringen.

Namhafte Wissenschaftler, private Sammler und öffentliche Institutionen unterstützen dabei das Museum mit Exponaten sowie mit Rat und Tat.

Auch einige wichtige archäologische Funde aus dem 1875 gegründeten Museum Burg Altena des Märkischen Kreises werden die Präsentation im Wasserschloss Werdringen bereichern. Der Leiter der Museen Burg Altena, Stephan Sensen, übergab einige Leihgaben seines Hauses am Mittwoch (6. Oktober) an seine Hagener Kollegin Beate Hobein.

Viele der Fundstücke, die Stephan Sensen dem Museum für Ur- und Frühgeschichte in Hagen überlässt, stammen sogar aus der unmittelbaren Umgebung des neuen Ausstellungsortes. Sie zeigen, dass das Wasserschloss Werdringen inmitten einer uralten Siedlungslandschaft liegt. Zeugnisse aus der Vorgeschichte sind überall in der Region aufzufinden und zum Teil noch im Gelände sichtbar.

Eine am Fuße des Kaisbergs auf dem Betriebsgelände der früheren Firma Brüninghaus in Vorhalle um 1955 gefundene Goldmünze - ein so genannter Solidus - trägt das Antlitz des römischen Kaisers Theodosius I., der zwischen 379 und 395 regierte. Wie und in welchem Fundzusammenhang diese Goldmünze vor etwa 1500 Jahren in den Boden gelangte, ob als Teil eines nicht entdeckten Münzschatzes oder als Beigabe in einem Grab eines Germanen, bleibt wohl für immer ein Geheimnis.

Ein Feuersteindolch, gefunden südlich von Hagen bei Halver, belegt die hohe Fertigkeit der Steinbearbeitung am Ende der Jungsteinzeit. Das Fundstück ergänzt die im Museum ausgestellten Feuersteindolche aus der späten Jungsteinzeit und frühen Bronzezeit um einen weiteren besonderen Typ.

Mehrere Steinbeile aus der Jungsteinzeit stammen von Fundorten im gesamten Sauerland und gelangten zum Teil bereits im 19. Jahrhundert in das Museum auf der Burg Altena.

Darunter befindet sich eine sehr sorgfältig geschliffene Beilklinge, die aus dem Gestein Nephrit hergestellt ist. Diese Beilklinge wurde über 500 Kilometer aus dem Alpenraum transportiert, bis sie vor etwa 120 Jahren an der Ruhr bei Witten gefunden wurde.

Eine Beilklinge aus Iserlohn besteht aus niederländischem Feuerstein, der im dritten Jahrtausend v. Chr. dort bergmännisch abgebaut und über große Entfernungen verhandelt wurde. Im Museum für Ur- und Frühgeschichte in Werdringen widmet sich ein eigener Bereich den zahllosen Steinbeilen, die im Sauerland noch heute immer wieder aufgefunden werden. Auch der Herkunft ihres Steinmaterials wird im Museum nachgegangen.

In der Lenne bei Altena fand sich 1930 eine durch den Transport im Wasser des Flusses nachträglich geschliffene Hammeraxt. Sie datiert in die späte Jungsteinzeit und gelangte möglicherweise als Flussopfer in die Lenne. Eine sehr große Hammeraxt aus Tiefengestein wurde vor vielen Jahrzehnten in Schwelm entdeckt und den Museen auf der Burg Altena übergeben. Solche Äxte stammen aus der jüngeren Bronzezeit. Damals war Bronze kostbar, weshalb Stein für bestimmte Waffen, wie Äxte und Pfeilspitzen, auch weiterhin Verwendung fand.

Zwei aus Bronze gegossene Beilklingen der älteren Bronzezeit stammen aus Mesekendahl und Hagen-Helfe. Das Bronzebeil aus Helfe wurde bereits 1887 an der Lenne gefunden und gelangte anschließend ins Museum der Grafschaft Mark auf der Burg Altena. Nach _uber 120 Jahren kehrt es nun nach Hagen zurück. Im Museum Wasserschloss Werdringen wird es möglich sein, anhand von zahlreichen Bronzebeilen aus dem gesamten Sauerland die technische Entwicklung dieser Waffen und Geräte von den frühen Formen bis zum Ende der Bronzezeit zu präsentieren.

Museumsleiterin Beate Hobein bedankte sich sehr herzlich bei ihrem Kollegen Stephan Sensen aus Altena für die freundliche Leihgabe dieser bedeutenden Exponate. Beide zeigten sich überzeugt, dass viele weitere Möglichkeiten der Kooperation zukünftig realisiert werden können, zumal die beiden Museen zwar in unmittelbarer Nachbarschaft liegen, jedoch thematisch anders ausgerichtet sind und sich so hervorragend ergänzen.



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