Der Urhagener ist - Lenni Stein Hagener
13.05.2005
- Die Hagener haben ihrem Urahnen einen Namen gegeben - Mit großer Freude hat Hagens Oberbürgermeister Peter Demnitz am Freitag (13. Mai 2005) im Museum für Ur- und Frühgeschichte Wasserschloss Werdringen das Geheimnis um den künftigen Namen für den Urahnen der Hagener und zugleich bislang ältesten Westfalen gelüftet.
Danach wählte die Jury aus mehr als 580 Vorschlägen einstimmig den Familiennamen Stein Hagener aus, den die 23-jährige Sarah Debus eingereicht hatte. Zudem wurde der mit 10.700 Jahren bislang älteste Hagener mit dem sympathischen Vornamen Lenni bedacht, der gleich fünf Mal auf der Vorschlagsliste der Teilnehmer anzutreffen war.
Gemeinsam mit dem Vorsitzenden des Arbeitskreises Kluterthöhle und Entdecker der spektakulären Höhlenfunde, Stefan Voigt, hatte OB Demnitz Anfang März zu einem Namenswettbewerb aufgerufen, um die Urhagener, die zwischen 10.700 und 5.600 Jahre datiert worden sind, in die Hagener Familie aufzunehmen. Dieser Wunsch war damit verknüpft, dass die Hagener ihre Urahnen mit einem positiven Namen versehen sollten, um nicht länger von Knochenfund oder Höhlenfund sprechen zu müssen. Zumal es sich bei dem spektakulären Fund um immerhin sieben Individuen handelt, von denen die Wissenschaftler bei den derzeit laufenden Untersuchungen schon einiges über Aussehen, Größe und Alter sagen können.
Ganz herzlich gratulierte Oberbürgermeister Peter Demnitz am Freitag der 23-jährigen Namensgeberin, die sich außer über einen schmucken Blumenstrauß vor allem über einen 1000-Euro-Scheck freuen konnte. Diese stolze Summe hatte die Sparkasse Hagen bekanntlich als Preis für den Gewinner beziehungsweise die Gewinnerin des Namenswettbewerbs ausgelobt.
Die Hagenerin Sarah Debus hatte zusammen mit ihrem Vater lange überlegt und gleich mehrere Vorschläge eingereicht. Mit einem konnte sie die Jury - bestehend aus Oberbürgermeister Peter Demnitz, dem Vorsitzenden des Arbeitskreises Kluterthöhle e. V., Stefan Voigt, der Beigeordneten für Kultur, Annekathrin Grehling, Museumsleiterin Beate Hobein sowie der Schülerin Eva Speckmann vom Gymnasium Hohenlimburg und dem Schüler Jonas Plath von der Realschule Emst - schließlich vollends überzeugen:
In Anlehnung an die Abstammung dieser Menschen aus der Steinzeit und an die steinalte Datierung sollen die Urahnen aus Hagen künftig mit dem Namen Stein Hagener für den Stand- und den Fundort werben. Die Stadt Hagen hat den Namen mittlerweile als Marke eintragen lassen und sich für eine Schreibweise entschieden, die jegliche Verwechslungsmöglichkeit vorbeugen soll.
Da es sich bei diesem Begriff um eine Bezeichnung handelt, die sich als Sammelbegriff für die Menschen aus der Steinzeithöhle in Hagen eignet, hat sich die Jury - sozusagen außerhalb der Konkurrenz - zusätzlich darauf geeinigt, für den ältesten Hagener mit dem stolzen Alter von 10.700 Jahren den sympathischen Vornamen Lenni zu wählen. Dieser kurze Kosename wurde von fünf Teilnehmerinnen und Teilnehmern des Wettbewerbes vorgeschlagen, die sich dank der Großzügigkeit der Sparkasse Hagen über einen Sonderpreis von je 100,- Euro pro Person freuen können.
Es sind dies Petra Lindner, W. und G. Luttrop, Annette Ottensmeyer und Udo Marx aus Hagen sowie Angelika Battiato aus Herdecke. Sparkassendirektor Rainer Kurth, Vorstandsmitglied der Sparkasse Hagen, betonte bei der Scheckübergabe, dass damit für Hagen ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur identitätsstiftenden Funktion der Urhagener unternommen worden sei und die Sparkasse Hagen sich deshalb besonders freue, dass so viele Einsendungen beim Museum für Ur- und Frühgeschichte Wasserschloss Werdringen eingegangen sind.
Für Oberbürgermeister Peter Demnitz belegt die große Beteiligung an dem Namenswettbewerb, dass die Stein Hagener sich bereits jetzt in Hagen großer Beliebtheit erfreuen und eine große Spannung innerhalb der Bevölkerung zu spüren ist, welche Erkenntnisse über das Leben der Stein Hagener noch zutage gefördert werden.
Nicht minder ist von Interesse, wie viele Stein Hagener die Höhle bei den zukünftigen Arbeiten noch freigeben wird und in welcher Beziehung diese unter einander gestanden haben. Der Höhlenfund bleibt also noch mindestens bis zum Abschluss der wissenschaftlichen Arbeiten rätselhaft, spannend und ausgesprochen vielversprechend.
Gelöst ist allein das Geheimnis um den Namen. Denn ab sofort kann der älteste Hagener und zugleich älteste Westfale mit Lenni Stein Hagener überaus sympathisch angesprochen werden.
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