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Preisträger des Fotowettbewerbs im Historischen Centrum Hagen geehrt
26.01.2010 Im Historischen Centrum Hagen wurden heute durch Bürgermeister Dr. Hans-Dieter Fischer die Preisträger des Fotowettbewerbs, der im Rahmen der Ausstellung „Und sie werden nicht mehr frei – Jugend im Nationalsozialismus“ durchgeführt wurde, geehrt. Jugendliche waren aufgerufen, sich mit Leben und Alltag ihrer Altersgenossen zur Zeit des Nationalsozialismus auseinander zu setzen.Mehr als 100 Arbeiten wurden eingereicht und haben die Jury, die die Preisträger zu ermitteln hatte, vor nicht unerhebliche Probleme gestellt. Erst nach langen, intensiven Diskussionen konnten die Preise vergeben werden. Eins stellte die Jury aber schon vorher fest: Wer keinen Preis erhält, sollte nicht enttäuscht sein. Alle Arbeiten sind gut und nur Kleinigkeiten haben den Ausschlag gegeben. Darum werden sie auch alle in der Ausstellung gezeigt. In der Kategorie Einzelarbeiten ging der mit 150 Euro dotierte erste Preis an Rabia Caliskan aus Hagen. Ihre dreiteilige Fotomontage über ein BDM-Mädchen hat die Jury von der Idee bis zur Ausführung überzeugt. Den zweiten Preis erhielt Judith Grans-Siebel aus Iserlohn für ihre Arbeit, bei der eine Schulklasse wie Marionetten am Hakenkreuz hängen. Sie darf sich über 100 Euro freuen. Den dritten Preis und 50 Euro erhielt Lisa Klotzbücher aus Lüdenscheid für ihre Arbeit „Ahnungslos“, über den Kriegseinsatz von Jugendlichen. Außerdem vergab die Jury zwei Sonderpreise. Mit einem Sonderpreis wurden Frederik Heyn, Fabienne Heyn, Sarah Paulicat und Dennis Lückenotte aus Hagen bedacht. Die Gruppe von Schülerinnen und Schülern hat mit einer Collage aus Fotos und dem Titel der Ausstellung „Und sie werden nicht mehr frei“ ein Hakenkreuz geformt. Die Juroren fanden die Idee preiswürdig. Der andere Sonderpreis ging an Lukas Hagemann, Marcel Ebkemeier, Till Ole Wiesner und Maximilian Duchene aus Hagen, die sich mit der Ausgrenzung und Verfolgung der Juden im Nationalsozialismus auseinander gesetzt haben. Die Sonderpreisträger erhalten eine exklusive Taschenlampenführung mit ihren Freundinnen und Freunden durch das Museum für Ur- und Frühgeschichte im Wasserschloss Werdringen. In der Kategorie Schulen erhielt den ersten Preis die Klasse 10 b der Hauptschule Heubing aus Hagen, die damit ihre Klassenkasse um 300 Euro aufbessern kann. Ihre Arbeit „Gegenüberstellung“ mit dem Vergleich zwischen Jugendlichen früher und heute hat die Jury beeindruckt. Der zweite Preis in Höhe von 200 Euro geht an den Kunstkurs Stufe 11 des Märkischen Gymnasiums Iserlohn. In einer Vielzahl von Arbeiten haben sich die Schülerinnen und Schüler einfallsreich mit der Jugend im Nationalsozialismus auseinander gesetzt. Der dritte Preis wurde zweimal vergeben, zum einen für den Wettbewerbsbeitrag „Nie wieder Judenverfolgung“ an den katholischen Religionskurs der Klasse 8 a/b der Realschule Haspe aus Hagen und zum anderen an die Klasse 10 a des Friedrich-Leopold-Woeste Gymnasiums Hemer für ihre Arbeit „Was man nicht im Kopf hat“. Beide Klassen erhalten je 100 Euro. Noch bis zum 28. März 2010 sind alle Arbeiten des Fotowettbewerbs in der Ausstellung „Und sie werden nicht mehr frei – Jugend im Nationalsozialismus“ im Historischen Centrum Hagen zu sehen. Die Ausstellung „Und sie werden nicht mehr frei – Jugend im Nationalsozialismus“, zu der bereits 250 Schulklassen die museumspädagogischen Angebote wahrgenommen haben, kann auch weiter wie bisher genutzt werden. Auch die bisherigen museumspädagogischen Programme können nach wie vor unter Telefon 02331/207-2740 gebucht werden.
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Mittwoch, 08.09.2010 - 03:33 - 2239 Seitenaufrufe
