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Rückgang gemeldeter Ausbildungsstellen in Hagen alarmierend
05.04.2009 Ein Minus von 25,2% oder 555 gemeldete Ausbildungsplätze sind für den Hagener DGB ein weiteres alarmierendes Zeichen der Krisenentwicklung in der Region. Der DGB beruft sich auf die aktuellen Zahlen der Regionaldirektion NRW, die seit dem 31.3.2009 vorliegen.Hagen belegt in dieser Statistik einen negativen vorletzten Platz. Nur in Mönchengladbach sind die Zahlen noch dramatischer. Dort liegt der Rückgang bei 32,6%. In der NRW-Statistik der Ausbildungsstellen ist ein Rückgang von 8,2% und für das Ruhrgebiet von 9,2% ausgewiesen. DGB-Kreisvorsitzender Jochen Marquardt: „Diese Zahlen machen einen außerordentlichen Handlungsbedarf erforderlich. Wir begrüßen dazu die von der Agentur für Arbeit geplanten Aktivitäten und rufen auch alle Betriebs- und Personalräte dazu auf, sich aktiv für die Einrichtung zusätzlicher Lehrstellen einzusetzen.“ Als besonderes Problem verweist der DGB darauf, dass zwar die Zahl der Bewerber für das laufende Jahr zurück geht, dies aber den vielen jungen Menschen, die bereits in Warteschleifen ausharren oder nicht mehr in den Statistiken auftauchen, nicht helfen wird aus ihrer Situation heraus zu finden. „Diese Jugendlichen dürfen wir nicht aus dem Blick verlieren. Hier sind besondere Hilfen dringend notwendig. Gemeinsam mit den Verantwortlichen in Agentur für Arbeit, ARGE, Kommune und Wirtschaft müssen wir Wege finden, die zu einer deutlichen Verbesserung der Situation führt und den jungen Leuten Hilfen und Begleitung organisiert“, so Marquardt. Seit Mai letzten Jahres bemüht sich der DGB um die Einrichtung eines Hauses für Berufsbildung, dass Anlaufpunkt und Netzstelle für die weitere Unterstützung werden soll. „Dieses Haus soll nach unserer Meinung zentral gelegen und für alle Jugendlichen erreichbar sein, es soll die vielen Aktivitäten in Hagen vernetzen und neue und zusätzliche Möglichkeiten eröffnen“, so Marquardt. Für den DGB stehen vor allem die Unternehmen in der Pflicht. „Die Betriebe in Hagen dürfen ihre Zukunft nicht verspielen. Wenn sie für die Zukunft einen Fachkräftemangel prognostizieren, sollten sie in der Gegenwart alles tun, um diesen Gefahren entgegen zu wirken.“ Eine weitere Herausforderung macht der DGB für den Herbst des Jahres aus. Vor dem Hintergrund der Befürchtung, dass die Krise dann noch nicht überwunden sein wird, rufen die Hagener Gewerkschaften dazu auf, denjenigen Jugendlichen, deren Lehre zu Ende gehen wird eine betriebliche Perspektive zu sichern und die Übernahme zu sichern.
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Donnerstag, 09.02.2012 - 17:30 - 7655 Seitenaufrufe
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