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Erster BigPoint - Phoenix schlägt die Düsseldorf Magics mit 75-73
26.10.2004 Wenige haben es gehofft, wohl kaum einer hat es geglaubt. Aber es ist durch mannschaftliche Geschlossenheit und einen überragenden Adam Baumann ist es gelungen einem der heißesten Aufstiegsaspiranten ein Bein zu stellen.Das Spiel vor etwa 1200 Zuschauern in der Ischelandhalle begann nicht gerade viel versprechend für die Hagener Fans. Düsseldorf war schneller und die Phoenix Defensive konnte im Mann gegen Mann keineswegs überzeugen. Folglich gab es leichte Würfe für das Team aus der Landeshauptstadt. 2-10 hieß es dann nach wenigen Minuten. Auf der Gegenseite wirkte alles etwas schwieriger. Düsseldorf deckte enger, es gelang Phoenix kaum gute Wurfchancen zu kreieren. Baumann steuerte die ersten Punkte durch Freiwürfe bei. Insgesamt verwandelte er alle seiner 9 Freiwurf-Versuche. Nervenstärke. In einigen Spielen zuvor die Schwäche, sollte an diesem Abend zum Matchwinner avancieren. Nach etwa 6 Minuten kam Hagen in Fahrt. Roman Hogräfer traf einen weit offenen 3er (2-5 Drei-Punkte-Würfe von Ihm) nach uneigennützigem Anspiel von Matthias Grothe (er hatte selbst auch schon viel Platz). In Grothe schien Düsseldorf an diesem Abend den „gefährlichsten“ gesehen zu haben. Nahe dem Düsseldorfer Korb zog er meist 2 Verteidiger auf sich. Dies erklärt auch das ungewöhnliche Bild, dass Matthias Grothe nicht einen Wurf aus der Nahdistanz versucht hat. Aus der Not wurde jedoch eine Tugend. Grothe spiele wiederholt den in „zweiter Welle“ anrollenden Baumann aus dem „Doppel“ an. Baumann bedankte sich mit insgesamt 12-15 Körben aus dem Feld. An diesem Abend der einzige echte „Scorer“ für Hagen, aber es reichte, da jeder eingesetzte Spieler seinen Teil beitrug. In der entscheidenden Phase (Baumann war nun besser bewacht) machten andere die Punkte. Gegen Ende des ersten Viertels kam dann Neuzugang Loukas Lazoukits zu seinem ersten Einsatz vor Hagener Publikum. Nach einem Korbleger mit Foul und verwandelten Bonus-Freiwurf gab es mit dem 16:16 den Ausgleich nach einer verschlafenen Anfangsphase. Viel konnte man aber nicht von Ihm sehen, da er schnell in Foul-Probleme kam. 2 Offensivfouls, die sicher diskutabel waren, brachten sein Konto schnell auf 3 Fouls. Hart für den Spieler, wenn jedes dieser Fouls als Grenzfall gesehen werden kann. Je nach Auslegung hätte der Pfiff auch gegen die andere Seite ertönen können. Naja, alles in allem sicher keine schlechte Schiedsrichterleistung, aber Loukas Lazoukits hat es an diesem Abend etwas hart getroffen. Folge war ein 17:22 nach den ersten 10 Minuten. Soweit man sich nach 12:38 Minuten ein Bild machen kann, ist Lazoukits eine echte Verstärkung. Er strahlt eine Sicherheit aus, die in der 2. Liga nicht oft anzutreffen ist. Sicher ein Mann der Ruhe und Stabilität ins Team bringt. Im 2. Viertel kam dann Robin Gieseck auf das Feld. Sein Einsatz galt als keineswegs sicher. Erst Mitte der Woche konnte der Verdacht eines Risses im Außenmeniskus ausgeräumt werden. Es zeigte sich mal wieder wie wichtig Gieseck für die Mannschaft ist. Adam Baumann konnte von der ungeliebten Center-Position auf den Power Forward ausweichen. Als Center hat Baumann im Grunde gegen jede Mannschaft der 2. Liga einen Größennachteil von mindestens 5 Zentimetern. Hinzu kommt, dass er diese Position vom College her nicht gewohnt ist. Selbst mit einem angeschlagenen Gieseck hatte Phoenix in diesem Viertel die stärkste Phase und konnte es mit 25-16 für sich entscheiden. Mit 42-38 ging es in die Halbzeit. Adam Baumann hatte mit 21 Punkten bis Dato genau einen 50% Anteil. Im dritten Viertel konnte Düsseldorf kontern. Dank enormer Rebound-Überlegenheit (insgesamt 22-38 für Düsseldorf mit rekordverdächtigen 18 Offensiv-Rebounds) konnten die Magics dieses Viertel mit 6 Punkten für sich entscheiden (17-23). Glücklicherweise war die Düsseldorfer Wurfquote eher mäßig, es wurden oft mehrere Anläufe benötigt um zum Erfolg zu kommen. Leider standen auch genug Wurfversuche zur Verfügung. Mit 59-61 ging es denkbar eng ins 4. Viertel. Vorteil Hagen, denn in den Augen der meisten Fans war mit der grandiosen Leistung das Soll gegen den Titelaspiranten Düsseldorf erfüllt. Nun sollte die Kür folgen, aber der Druck lastete eher auf den Schultern der ambitionierten Rheinländer. Das Spiel wogte hin und her, Hagen setzte wie in weiten Teilen des Spiels erfolgreich auf die Zonen-Verteidigung. Düsseldorf traf mäßig von außen, wenn auch nicht unbedingt schlecht. 30.8% Dreier-Quote gegenüber 23.5% von Phoenix. Man ließ sich aber nicht beirren und setzte weiterhin erfolgreich auf die „leichteren“ Punkte in Korbnähe. In den letzten Minuten landeten dann auch einige wichtige Defensiv-Rebounds in den Hagener Händen. Im Forum der Düsseldorfer habe ich eine sehr schöne Beschreibung der letzten 2 Minuten gefunden. Zitat: Dies mag auch zu den etwas erhöhten Zuschauerzahlen (2000) in den Presseberichten der Düsseldorf Magics geführt haben. Vielleicht waren ja 2000 „gefühlte“ Zuschauer gemeint. Dies wäre aber meiner Ansicht nach etwas untertrieben… Nach Longerichs Korb gab es einige Verwirrung. Die Spielzeit musste von 2 auf 4 Sekunden korrigiert werden. Wie sich zeigte keine einfache Aufgabe mit der antiquierten Anzeige-Technik in der Ischelandhalle. Trainer Zdraveski brachte Lazoukits für Grothe, um für den zu erwartenden langen Pass möglichst schnelle Leute auf dem Feld zu haben. Matthias Grothe zeigte sich ein wenig „Bockig“ und wechselte nach kurzer Diskussion die Position mit Baumann. Als hätte er die Situation gerochen war er es dann auch der die Finger beim langen Passversuch der Düsseldorfer an den Ball brachte. Ball im Aus, Spiel Aus. Das Phoenix Hagen Team gewinnt mit 75-73 gegen die favorisierten Gäste aus Düsseldorf und wird verdient noch etwa 5 Minuten vom „stehenden“ Hagener Publikum gefeiert. Fazit: Fans (können sich das Lob aus Düsseldorf auf der Zunge zergehen lassen), Team (tolle kämpferische Leistung, keiner hat versucht es zu zwingen) und das Trainer-Duo verdienen volle Anerkennung. Durch geschickte Wechsel ist nie ein Bruch im Hagener Spiel entstanden. Mit der Zone wurde die richtige Wahl gegen die sicherlich überwiegend athletischeren Düsseldorfer getroffen. Die mit dem Fehlen von Robin Gieseck wohl größte Schwäche im Hagener Team, die Center-Position, konnte gut kaschiert werden. Baumann und Grothe hielten gut dagegen. In den wenigen Minuten mit dem angeschlagenen „Starting-Center“ auf dem Feld wirke Hagen stärker. Gieseck holte allein 75% aller Hagener Offensiv Rebounds (3 von 4). Aber seine Anwesenheit erzeugte vor allem Freiräume für die Mitspieler, da sich der jeweils Größte Düsseldorfer Verteidiger um Gieseck kümmern musste. Das tolle Spiel macht Hoffnung auf mehr beim Auswärtsspiel am Samstag. Die mit 8-0 in die Saison gestarteten Rhöndorfer stehen sicher in der Favoritenrolle. Und das ist gut so. Wenn es gelingt in den ersten Vierteln dran zu bleiben ist sicher wieder eine Überraschung möglich. (Ich versuche nach dem Spielbericht jeweils eine kleine Übersicht zum Liga-Wochenende zu liefern. Heute zur Einführung etwas ausführlicher um einen ersten Überblick zu bekommen.) 2. Basketball-Bundesliga 04/05 - 4. Spieltag:
Die Tabelle nach dem 4. Spieltag zeigt wenig Überraschendes. Die hoch gehandelten Teams haben sich Oben eingefunden und maximal eine Niederlage einstecken müssen.Unten das gleiche Bild. Mit Schalke, Essen, Cuxhaven und Iserlohn stehen 4 Teams mit 0:8 Punkten im Keller von denen dies zu erwarten war. Power-Ranking: Ich teile (auch mit Erkenntnis der ersten Spieltage) die Teams in 4 Gruppen ein. 1. TitelaspirantenHier packe ich zuerst mal alle 8:0 Teams hinein. Die meisten müssen sich noch beweisen, da die wenigen echten Aufgaben dieser Teams dann doch zum Teil nur mit Mühe gelöst werden konnten. Dazu soll sich noch Düsseldorf gesellen.Eisbären Bremerhaven 4 Spiele 4 Siege. Durchschnittlich mit 21 Punkten. Knappster Sieg mit 4 Punkten nach Verlängerung in Grevenbroich. BG 74 Göttingen Ebenfalls ungeschlagen. Engstes Spiel mit 5 bei den Wolfenbüttel Dukes. Bisher ein recht leichtes Program. SOBA Dragons Rhöndorf Gut eingespieltes Team ohne große Veränderungen zum letzten Jahr. Bisher recht leichtes Programm. Gegen Grevenbroich war der 8-Punkte Erfolg jedoch mühsam. Schröno Paderborn Baskets Springen nicht höher als sie müssen. Konnten, wie schon andere gegen Grevenbroich erst nach Verlängerung gewinnen. Düsseldorf Magics Bisher eine Niederlage in Hagen. Lassen mit Abstand die wenigsten Punkte der Gegner zu. Starke Defensive. Es fehlt vielleicht ein Scorer unter dem Korb, man scheint bisher mehr auf die Distanz zu setzen. Kein Grund dieses Klasse-Team abzuschreiben, zumal die Konkurrenz bisher keinesfalls wirklich gefordert wurde (abgesehen von den Grevenbroicher OT Königen) 2. Oberes MittelfeldPhoenix HagenNach mässigem Start kommt das Team immer besser ins Rollen. Die Pokalniederlage in Berlin lasse ich mal ausser acht, da ich das Spiel nicht gesehen habe und man einige Faktoren schlecht einschätzen kann. Ohne Gieseck, ist es allerdings schwierig gegen einen 2,22 Center. Weiterhin hat sich der ASV Moabit mit Ex-Nationalspieler Sebastian Machowski verstärkt... Die Klasseleistung gegen Düsseldorf mit einem 50% Gieseck und die zu erwartende Integration von Loukas Lazoukits lassen aber noch Luft nach oben. NVV Lions Mönchengladbach Ein guter Start mag Flügel verleihen. Die Lions hatten ein sehr leichtes Auftaktprogramm. Die 6:2 Punkte müssen noch bestätigt werden. Tendenz nach unten... Elephants Grevenbroich Trotz 2:6 Punkte setze ich sie mal ins obere Mittelfeld. Immerhin wurden 2 der stärksten Teams in die Verlängerung gezwungen. Sehr Heimstark mit sehr guter Fan-Basis. Nächste Woche muss Grevenbroich nach Göttingen, danach sollten so langsam alle Top-Teams durch sein. 3. Unteres MittelfeldBremen RoostersHaben wohl eher das obere Mittelfeld angepeilt. Aber mit 2 Siegen gegen Abstiegskandidaten (mit jeweils weniger als 10 Punkten) und 2 Niederlagen gegen Mannschaften die am Saisonende wohl auch nur im Mittelfeld zu erwarten sind, muß Bremen sich schon ein wenig steigern um am Ende der Saison "einstellig" platziert zu sein. Wolfenbüttel Dukes Wie Grevenbroich ein Hammer-Programm zum Saison Auftakt. Der einzige Sieg bisher in Bremen. Sicherlich nicht zu unterschätzen und am ehesten Tendenz ins obere Mittelfeld. Krefeld Panthers Als Abstiegskandidat gehandelt hat Krefeld durchaus eine respektabele Mannschaft. Die Vorstellung in Hagen war keineswegs schlecht und das Spiel konnte lange offen gestaltet werden. Die "Pflicht-Siege" bei Heimspielen gegen die Abstiegskandidaten wurden jeweils locker mit mehr als 25 Punkten eingefahren. Man wird kaum auf die letzten Spieltage warten müssen um die Liga als gesichert zu melden. 4. AbstiegskampfSG FT/MTV BraunschweigVon den aktuellen Abstiegskandidaten bisher den einzigen Sieg auf dem Konto. Die Mannschaft ist stark von den "Doppel-Lizenz-Spielern" Fehse und Lipke abhängig. Douloudis scheint zudem verletzungsanfällig. Hagen hatte das Pech gegen das Beste zu spielen was Braunschweig zu bieten hat. Am letzten Wochenende fehlten Fehse und Douloudis wegen Verletzungen, Lipke soll in Hinblick auf ein Erstliga-Spiel am nächsten Tag geschont worden sein. Die Folge: Bremerhaven führte am letzten Wochenende schon zur Halbzeit mit 28 Punkten. Braunschweig wird sich wohl auf die Spiele gegen den Abstieg konzentrieren. In Bestbesetzung jedoch durchaus zu beachten. Cuxhaven BasCats Abgesehen von ein paar Achtungserfolgen nicht zählbares. Knappe Heimniederlage gegen Phoenix, was ich aber eher auf die Hagener Schwäche an diesem Tag zurückführen würde. ETB Schwarz-Weiß Essen Einzige Hoffung bleibt wohl die Rückkehr des für 3 Spiele gesperrten 2,11 Centers Jonathan Jones. Bis zu seiner Disqualifikation machte er im ersten Spiel der Saison 26 Punkte und holte 13 Rebounds. Der Essener Kader wirkt dünn, in Bestbesetzung ist aber sicher einiges Möglich. TuS Poco Iserlohn Konnte offensichtlich die Abgänge von Grothe und Longerich nicht kompensieren. Es sieht böse aus... FC Schalke 04 Nach 2 hohen Niederlagen zum Saison Auftakt konnte Schalke die Spiele gegen Bremerhaven und zuletzt gegen Paderborn etwas offener gestalten. Man hatte sich halt ein wenig verstärkt. Über den Liga-Erhalt wird letztlich wohl Hauptsponsor Rudi Assauer entscheiden.
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Mittwoch, 08.09.2010 - 03:04 - 2016 Seitenaufrufe
Die Tabelle nach dem 4. Spieltag zeigt wenig Überraschendes. Die hoch gehandelten Teams haben sich Oben eingefunden und maximal eine Niederlage einstecken müssen.
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