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Horst Ilberg seit 55 Jahren auf der Erfolgsspur
11.11.2008 (ktr) Horst Ilberg schrieb als Hagener Tischtennisspieler nach dem 2. Weltkrieg Sportgeschichte. Und obwohl er mit seinen mittlerweile 78 Jahren zweifelsohne nicht mehr zu den jüngsten Celluloidkünstlern zählt, weiß der inzwischen in Münster lebende Hagener weiterhin sportliche Ausrufezeichen zu setzen.Getreu dem Motto: „Alter schützt vor Erfolgen nicht“. Nun weilte der Allroundsportler zusammen mit seiner Frau Hanne zu einem Kurzbesuch in Hagen, um gemeinsam mit langjährigen Weggefährten wie Alexander Smitter und Walter Effey die guten alten Zeiten beim VfL Eintracht Hagen noch einmal Revue passieren zulassen.
1948 feierte er an der Seite von Gerhard Egeler den Gewinn der Silbermedaille bei den Deutschen Jugendmeisterschaften. Zudem führte er den Wehringhauser Traditionsclub als Mannschaftskapitän in der höchsten deutschen Spielklasse auf den 2. Platz und wurde 1951 als Westdeutscher Meister bei den Deutschen Meisterschaften Dritter im Doppel. 1953 holte er dann DM-Bronze im Einzel und nahm an den Weltmeisterschaften im rumänischen Bukarest teil, wo er mit der deutschen Nationalmannschaft den 7. Platz erkämpfte. Fast 40 Jahre später krönte der ehemalige Nationalspieler, der inzwischen für DJK Westfalia Senden an der Platte steht, seine Laufbahn durch den Gewinn der Silbermedaille bei den Deutschen Seniorenmeisterschaften 1992, dem 1994 in Flensburg sogar DM-Gold folgen sollte. Zwischen 1993 und 1995 holte er gemeinsam mit Partnerin Martha Wilke dreimal in Folge den DM-Titel im Mixed-Doppel in der Altersklasse U60. Und auch 1998 stand das Duo bei der DM in Neuhausen wieder ganz oben auf dem Treppchen. Im Jahr 2002 setze sich Horst Ilberg dann gemeinsam mit Otto Rau in Berlin die nationale Krone im Doppel der Altersklasse Ü70 auf. Zudem stürmte der Hagener 1997 ins internationale Rampenlicht, als er in Prag Vizeeuropameister im Senioreneinzel wurde. Die Krönung seiner gut 55jährigen Tischtenniskarriere folgte im Jahr 2000 als er in Kanada im Einzel Vizeweltmeister und im Doppel Weltmeister seiner Altersklasse wurde. Parallel dazu feierte er mit seinem Sendener Verein zwischen den Jahren 2000 und 2005 mit drei Aufstiegen den Durchmarsch von der Kreis- bis in die Landesliga. Abgerundet wird seine stolze Bilanz durch nicht weniger als 25 Goldmedaillen bei Westdeutschen Meisterschaften. Die Erfolge scheinen irgendwie eine Art Jungbrunnen für Horst Ilberg, der auch in seinem 79. Lebensjahr weiter an der Platte steht.
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Donnerstag, 09.02.2012 - 14:07 - 5889 Seitenaufrufe