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Ausstellung der Preisträgerin Lisa Lukas
Datum: 25.01.2004
bis 28.03.2004
Beginn: 11.30 Uhr
Übergabe des Karl Ernst Osthaus Preises an die Künstlerin Lisa Lukas, sowie Eröffnung Ihrer Ausstellung.
Es sprechen:
Wilfried Horn Oberbürgermeister der Stadt Hagen
Klaus Hacker Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Hagen
Dr. Birgit Schulte Stellv. Direktorin des Karl Ernst Osthaus Museums
KARL ERNST OSTHAUS-PREIS 2003
KULTURPREIS DER STADT HAGEN - DOTIERT VON DER SPARKASSE HAGEN
Bekanntgabe der Preisträgerin
Der Karl Ernst Osthaus-Preis der Stadt Hagen – dotiert von der Sparkasse
Hagen:
Der Karl Ernst Osthaus-Preis wurde in Erinnerung an den Hagener
Museumsdirektor, Kunstvermittler und Begründer der Folkwang-Idee Karl
Ernst Osthaus, von der Stadt Hagen 1946 gestiftet. Nachdem der Preis 5
Jahre ausgesetzt wurde, erklärte die Sparkasse Hagen im Jahr 2000 ihre
Absicht, das Preisgeld für den Karl Ernst Osthaus-Preis in Höhe von 25.000
€ in den Jahren 2001 bis 2011 zu finanzieren. Diese Zusage ermöglichte
eine höher dotierte Neu-Ausschreibung des Karl Ernst Osthaus-Preises, der
seit 2001 alle 2 Jahre international als Karl Ernst Osthaus-Preis -
Kulturpreis der Stadt Hagen, dotiert von der Sparkasse Hagen –
ausgeschrieben wird.
Der Preis wird durch eine Fachjury für den besten Entwurf einer
Ausstellung in der großen Halle des Karl Ernst Osthaus-Museums vergeben.
Bewerber und Bewerberinnen sollen das 35. Lebensjahr erreicht haben und
mindestens eine Ausstellung eigener Werke in einer öffentlich geförderten
Institution (Museum, Kunsthalle, Kunstverein etc.) nachweisen können. Mit
der Annahme des Preises verpflichtet sich der Preisträger oder die
Preisträgerin zur Realisierung des Entwurfs der Ausstellung im Karl Ernst
Osthaus-Museum. Diese Ausstellung findet in Zusammenarbeit mit der
Museumsleitung spätestens ein Jahr nach der Preisvergabe statt und soll
aus dem Preisgeld finanziert werden. Das Preisgeld beträgt 25.000 €.
Entwurf und Ausstellung werden in einem Katalog dokumentiert.
Klaus Hacker, der Vorstandsvorsitzende der Sparkasse Hagen, zeigte sich
besonders erfreut über die noch stärkere Resonanz der diesjährigen
Ausschreibung. Die Zielsetzung des Karl Ernst Osthaus-Preises, die Stadt
Hagen als Ort lebendiger Kultur- und Kunstgeschichte zu stärken, gehe voll
auf.
Die spezifische Konzeption des Preises, der ein Kunstwerk kürt, das für
das Karl Ernst Osthaus-Museum entsteht und vor Ort realisiert werden wird,
habe bereits bei der erstmaligen Vergabe des Preises für eine
beeindruckende Umsetzung gesorgt. Klaus Hacker zeigte sich angetan von dem
Entwurf, dem die Jury in diesem Jahr den Preis zuerkannt hat und freut
sich auf die Ausstellung.
Ausschreibung:
Im November 2002 wurde der Karl Ernst Osthaus-Preis international
ausgeschrieben. Einsendeschluß für die Bewerbungen war der 13. April 2003.
Knapp 1000 Künstlerinnen und Künstler forderten die Bewerbungsunterlagen
an.
Der Vorschlag für den Karl Ernst Osthaus-Preis mußte in einem Modell der
Halle des Karl Ernst Osthaus-Museums dargestellt werden, daß allen
BewerberInnen zugeschickt wurde. Es wurden ausschließlich solche
Einreichungen für die Jurierung akzeptiert, die diese Bedingung erfüllten.
Ergänzungen durch erläuterndes Bild- und Textmaterial konnten hinzugefügt
werden.
Jurierung:
Am Freitag, den 9. Mai 2003 trat die Jury in folgender Besetzung
zusammen:
Johann Dieckmann - Kulturdezernent der Stadt Hagen
Miran Mohar – Künstler, Ljubljana
Anne Blümel – Galeristin, Zürich
Marianne Pitzen - Künstlerin und Direktorin des Frauenmuseums Bonn
Dr. Michael Fehr, Dirketor des Karl Ernst Osthaus-Museums (in Vertretung
für Prof. Dr. Hubertus Gaßner, Direktor des Museum Folkwang, Essen, der
kurzfristig absagte)
Dr. Birgit Schulte, Karl Ernst Osthaus-Museum (Geschäftsführerin ohne
Stimme)
294 Künstlerinnen und Künstler hatten Bewerbungsunterlagen inclusive eines
bearbeiteten Modells eingereicht. Zahlreiche Einsendungen kamen aus dem
Ausland (Brasilien, Frankreich, Großbritannien, Indien, Israel, Italien,
Kanada, Litauen, Mazedonien, Niederlande, österreich, Slowakei, Südafrika,
Südkorea, USA).
Aus den Einsendungen wurde in einem 9stündigen Jurierungsprozeß in drei
Durchgängen die Preisträgerin ermittelt.
Preisträgerin:
Einstimmig entschied sich die Jury, den Karl Ernst Osthaus–Preis 2003
der Künstlerin Lisa Lukas aus Düsseldorf für ihren Entwurf zuzuerkennen.
Begründung der Jury:
Lisa Lukas‘ Vorschlag wird am konsequentesten den
Wettbewerbsanforderungen gerecht. Die Künstlerin bezieht sich mit ihrer
Modellkonstruktion in Maßen, Dimensionen und Ausrichtung strikt auf die
Museumshalle. Lukas hat für die Halle des Karl Ernst Osthaus-Museums einen
Entwurf eingereicht, der deren spezifisches Raumerlebnis verfremdet.
Lisa Lukas‘ Entwurf sieht vor, die drei dominierenden Wände der Halle
nachzubauen und nach innen zu klappen. Auf diese Weise entsteht ein neuer
Raum, der den Charakter eines Zeltes hat. Im Gegensatz zu einem Zelt
vermittelt das Raumgebilde jedoch weniger Schutz als vielmehr ein
bedrohliches Moment durch die 'einstürzenden' Wandflächen, die sich
gegenseitig stützen. Die skulptural verfremdete Architektur der Museumshalle
erfährt – nicht ohne Ironie - eine Dynamisierung, die im Betrachter
Emotionen auszulösen imstande ist.
Die begehbare Raumskulptur ist sowohl von innen als auch von außen über die
umlaufenden Galerien erfahrbar. Sie ermöglicht Ein- und Durchblicke sowie
eine interessante Lichtregie.
Lisa Lukas:
1964 in Velden/Vils (Bayern) geboren
1985-90 Ausbildung und Anstellung als Theaterplastikerin an der Bayrischen
Staatsoper München
1990-97 Studium an der Kunstakademie Düsseldorf bei Prof. Klaus Rinke und
Prof. Alfonso Hüppi, Abschluß mit Meisterschülerin und Akademiebrief
1997 Reisestipendium der Kunstakademie Düsseldorf: Iran
1999-2000 Reisestipedium des DAAD: ägypten
2002 Einzelausstellung in Kairo
Die Künstlerin lebt und arbeitet in Düsseldorf
Ausstellung:
Die Ausstellung des realisierten Entwurfes von Lisa Lukas wird im
Januar/Februar 2004 im Karl Ernst Osthaus-Museum zu sehen sein.
Veranstaltungen in der Region:
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