Farbe als Farbe - Zehn Jahre Ankäufe

Datum: 18.04.2004 bis 30.05.2004

Zehn Jahre Ankäufe der Werner Richard – Dr. Carl Dörken-Stiftung Herdecke für das Karl Ernst Osthaus-Museum Hagen und das Museum am Ostwall Dortmund

Die Werner Richard – Dr. Carl Dörken-Stiftung, Herdecke
Im Frühjahr 1892 eröffnete die Osthaus Bank zu Hagen ein Konto für die Herdecker Brüder Ewald und Dr. Carl Dörken und bewilligte ihnen gleichzeitig einen Kredit für den Aufbau einer Farbenfabrik an der Landstraße zwischen Wetter und Herdecke. Der Chemiker Dr. Carl Dörken verfügte über die notwendige Fachkunde, der jüngere Bruder Ewald Dörken sollte als Kaufmann für den Absatz und Umsatz der neuen Firma "Ewald Dörken" sorgen. Die Gründung war erfolgreich, das Unternehmen wuchs und startete bald mit einer eigenen Produktion von Lackharzen.

Die Brüder Dörken waren Unternehmer, die produzierten Farben war für sie ein Material, ein Mittel zum Zweck. Daraus konnten Bilder und Kunstwerke entstehen, genauso wichtig, vielleicht wichtiger aber waren für sie andere Funktionen wie zum Beispiel die dekorative Wirkung, der Witterungs- oder Korrosionsschutz. Daran hat sich bis heute nichts geändert. Farben aus Herdecke schützen als Deckschicht viele Gegenstände des täglichen Lebens, von Stahlkonstruktionen bis zu Automobilen.

Dr. Carl Dörken starb 1931. Seine Kinder erbten das gesamte Unternehmen. Die Tochter Margarete Dörken, eine ausgebildete Konzertsängerin, heiratete Werner Richard. Ihre Ehe blieb kinderlos. Nach dem frühen Tod seiner Frau gründete Werner Richard im August 1987 eine Stiftung, die insbesondere auch an seinen Schwiegervater erinnern sollte. Werner Richards plötzlicher Tod am 27.12.1987 verhinderte jedoch, dass er selbst noch die staatliche Anerkennung seiner Stiftung im Mai 1988 erleben konnte.

Zweck der Stiftung ist die "Förderung des Kulturlebens" in Westfalen. Neben der Förderung der Musik und insbesondere der Musikerziehung lag es nahe, sich auch mit Farbe als künstlerischem Element auseinander zu setzen. Das geschah in enger Kooperation mit den benachbarten Museen, dem Karl Ernst Osthaus-Museum, Hagen und dem Museum am Ostwall in Dortmund.

Die Stiftung erwirbt auf Vorschlag und nach Diskussion in einem eigens berufenen Kunstbeirat Werke zeitgenössischer Künstler, die sich dem Phänomen der Farbe widmen. Thematisch werden dabei keine Grenzen gesetzt. Die Werke werden den Museen als Dauerleihgabe überlassen.

In mehr als zehn Jahren sind nun viele Kunstwerke angekauft worden. Über die Vorschläge der Museen hinaus wurden Bildwerke regionaler Künstler und Künstlerinnen angekauft, um zum einen die Kunstszene Westfalens zu dokumentieren, zum anderen durch die Ankaufspreise den Künstlern mehrfach Ausstellungen und Kataloge zu finanzieren. Bilder aus dem Bestand der Stiftung werden regelmäßig im Werner Richard Saal, dem eigenen Kammermusiksaal der Stiftung gezeigt.

Mit den Ausstellungen in Hagen und Dortmund werden nun die für die Museen als Dauerleihgabe angeschafften Kunstwerke erstmalig fast vollständig gezeigt. Die unterschiedlichen Sammlungsschwerpunkte der beiden Museen werden erkennbar, auch wenn das Kriterium Farbe das gemeinsame Verbindende ist.

Nach 112 Jahren schließt sich jetzt der Kreis. Ein Darlehen der Osthaus Bank half beim Start einer Farbenfabrik. Heute ermöglichen es die Dividenden dieses Unternehmens, gerade auch dem Museum, das den Namen von Karl Ernst Osthaus trägt, durch Dauerleihgaben seine Sammlungen aktuell zu ergänzen.

Dr. Jochen Plaßmann Vorstand, Werner Richard – Dr. Carl Dörken-Stiftung, Herdecke

Das Karl Ernst Osthaus-Museum Vor gut zehn Jahren begann die enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen der Werner Richard – Dr. Carl Dörken Stiftung und dem Karl Ernst Osthaus-Museum. In dieser Zeit konnten einige für das Museum sehr wichtige Werke angeschafft werden. Fast alle dieser Arbeiten werden im Altbau, dem restaurierten Gebäude des alten Museum Folkwang, als Teil der ständigen Sammlung des Museums präsentiert.

Den Anfang machte die Sammlung "Moderne Kunst aus dem Museum Folkwang" aus dem Salon de Fleurus New York, die im Obergeschoss einen eigenen Raum erhielt; einige Jahre später kam "Signature of the Source" hinzu, ein großes Hologramm von Sally Weber, das in das Oberlicht über dem Brunnen eingebaut wurde. Gerade die Anschaffung dieser beiden Arbeiten zeigt, dass die Zusammenarbeit mit der Stiftung dem Museum Möglichkeiten eröffnete, die es selbst so nicht hätte entwickeln können.

Die von der Stiftung gewünschte Ausrichtung der Erwerbungen auf das Thema "Farbe" beantwortete das Museum mit der Entwicklung des Sammlungsschwerpunkts "internationale nicht-gegenständliche Malerei", der ab 1998 aufgebaut und 1999 erstmals der Öffentlichkeit präsentiert werden konnte. In diesem Zusammenhang entstand auch der Ausstellungsverbund "Die Farbe hat mich", der neun Kunstinstitutionen im Ruhrgebiet zusammenführte und den die Stiftung durch die Finanzierung des Katalog-Buchs nachhaltig unterstützte.

Dr. Michael Fehr Direktor, Karl Ernst Osthaus-Museum Hagen

Die Ausstellung Die Ausstellung "Farbe als Farbe" zeigt mehr als fünfzig zum Teil großformatige Arbeiten von sechsundzwanzig internationalen Künstlerinnen und Künstlern, die von der Stiftung innerhalb der letzten zehn Jahre auf Vorschlag der beiden Museen erworben wurden und ihnen als Dauerleihgaben zur Verfügung stehen. Alle Werke sind im engeren oder weiteren Sinne dem Thema Farbe zuzuordnen. Die Ausstellung entfaltet so ein weites Spektrum dessen, was heute unter Farbmalerei verstanden wird.

Arbeiten folgender Künstlerinnen und Künstler werden gezeigt:
(Dauerleihgaben an das Karl Ernst Osthaus-Museum): Lutz Becker, Vlassis Caniaris, Arend Fuhrmann, Salon de Fleurus, Rudolf Vombek, Sally Weber, Icke Winzer und Sanford Wurmfeld

(Dauerleihgaben an das Museum am Ostwall Dortmund): Pia Andersen, Gisela Brinkmann, Pol Bury, Claudia Desgranges, Thomas Emde, Franz Gertsch, Ines Hock, Raimer Jochims, Thomas Kesseler, Hartwig Kompa, Sonja Kuprat, Markus Linnenbrink, Julia Lohmann, Mario Monti, Ulrich Moskopp, Willi Otremba, Richardo Saro und Elisabeth Vary.

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog mit Abbildungen aller erworbenen Arbeiten zum Preis von 15 Euro
Osthaus Museum Hagen

Logo Osthaus Museum Hagen Museumsplatz 1 (Navigation: Hochstr. 73)
58095 Hagen
Tel: + 49 2331 207 3138


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