100.000 Jahre Sex

Datum: 13.10.2007 bis 10.02.2008

Vom 13. Oktober 2007 bis zum 10. Februar 2008 präsentiert das Historische Centrum Hagen die Ausstellung „100.000 Jahre Sex“. In dieser europaweit einzigartigen Schau geht es um Liebe, Fruchtbarkeit und Wollust.

In Zusammenarbeit mit dem renommierten Drents Museum in Assen (NL) wird die kulturgeschichtliche Darstellung der Sexualität auf hohem wissenschaftlichem Niveau präsentiert.

Rund 250 Ausstellungsstücke aus 60 Museen des In- und Auslandes führen durch die Geschichte der Sexualität. Von steinzeitlichen Figuren mit übergroßen Geschlechtsteilen über freizügige Malereien aus der griechischen und römischen Kunst bis hin zu erotischen Aufnahmen aus der Frühzeit der Fotografie gibt es immer wieder neue Einblicke in sexuelle Vorstellungen und Praktiken von Menschen in verschiedenen Epochen. Aber auch der berühmte Keuschheitsgürtel des Mittelalters und das älteste Kondom der Welt fehlen unter den gezeigten Erotica nicht.
Ausstellung 100000 Jahre Sex
Die Ausstellung zeigt zahlreiche erotische Darstellungen aus verschiedenen Epochen.

Was man schon immer über Sex wissen wollte - die Ausstellung „100.000 Jahre Sex“ zeigt es. Auf einer Zeitreise von der Steinzeit bis in das 19. Jahrhundert warten einige Überraschungen auf die Besucherinnen und Besucher. Dabei gibt es interessante und erstaunliche Dinge zu entdecken. So beispielsweise bei einem Kondom aus Tierdarm mit der dazugehörigen Gebrauchsanweisung. Sein Benutzer konnte dort 1813 in lateinischer Sprache lesen, dass man den Schutz vor dem Gebrauch in Milch einweichen sollte. Das Kondom diente dabei in erster Linie dem Schutz vor Geschlechtskrankheiten und nicht der Empfängnisverhütung.
Kondom von 1813 ein von der Syphilis aufgelöster Schädel
Ein Kondom von 1813 mit Bedienungsanleitung in lateinischer Sprache. Ein von der Syphilis an verschiedenen Stellen aufgelöster Schädel aus dem 17. Jahrhundert.

Was passieren konnte, wenn man ungeschützten Verkehr hatte, zeigt ein weiteres Exponat. Ein von der Syphilis an verschiedenen Stellen aufgelöster Schädel aus dem 17. Jahrhundert verdeutlicht die Gefährlichkeit der Krankheit, die immer wieder zu großen Epidemien geführt hat.

Der freizügige Umgang mit der Sexualität bei den Griechen und Römern findet seinen Niederschlag auf zahlreichen Gegenständen des täglichen Gebrauchs, wie zum Beispiel Öllämpchen, Gefäßen und Tellern. Prunkstück hier ist ein griechischer Weinkrug mit unzweideutiger Darstellung eines Pärchens beim Liebesakt. So wie hier finden sich aus allen Epochen immer wieder Ausstellungsstücke in der Ausstellung wieder, die Aussagen über das Verständnis von und den Umgang mit der Sexualität geben.
Griechischen Weingefäß um 500 v. Chr.
Ein rund 2.500 Jahre altes griechisches Weingefäß.

Aber die Ausstellung lädt nicht nur ein zu vergnüglichen Einblicken in ein Thema, das die Welt bewegt. Sie macht auch deutlich, wie sehr sich Moralvorstellungen im Laufe der Zeit immer wieder verändert haben, vom freizügigen Umgang der Griechen bis hin zur viktorianischen Prüderie.

Um den Schulen attraktive Angebote zu schaffen, kooperiert das Historische Centrum Hagen mit dem Gesundheitsamt der Stadt, der AIDS-Hilfe, der AWO Beratungsstelle für Schwangerschaftsprobleme und Familienplanung sowie Wildwasser Hagen. Es werden Workshops zu unterschiedlichen Themen wie zum Beispiel Verhütung und Schwangerschaft oder AIDS angeboten. Die Ausstellung erleichtert es Schülerinnen und Schülern dabei, einen ungezwungenen Einstieg in das Thema zu finden.

Über die einzelnen Programme informiert das Historische Centrum Hagen gerne alle Lehrerinnen und Lehrer, die ihren Klassen die einmalige Möglichkeit bieten möchten, sich in entspannter Atmosphäre mit dem Thema Sexualität auseinander zu setzen.

Auch für Erwachsene gibt es ein reichhaltiges Begleitprogramm zur Ausstellung. Es reicht von speziellen Führungen für Frauen oder Singles bis hin zu einem erotischen Diner, bei dem Speisen und Getränke aufgetischt werden, denen eine aphrodisierende Wirkung zugeschrieben wird. Besonderes Highlight ist das Abendprogramm „Ich bin im Mai idiotisch erotisch“, das den Besucherinnen und Besuchern nicht nur einen interessanten Einblick in die Ausstellung gibt, sondern den Abend mit einem erotisch, frivolen Programm mit passenden Liedern und Texten abrundet.

Eröffnet wird die Ausstellung am Freitag, 12. Oktober 2007, um 19 Uhr durch Bürgermeister Dr. Hans-Dieter Fischer. Drs. Vincent van Vilsteren vom Drents Museum in Holland gibt eine Einführung in die Ausstellung. Das „Lutz – junge Bühne“ präsentiert eine historische Modenschau. Ausschnitte aus dem Programm „Ich bin im Mai idiotisch erotisch“ runden den Abend ab. Alle Interessierten sind zur Ausstellungseröffnung herzlich eingeladen.

100.000 Jahre Sex
13.10.2007 – 10.2.2008
Eintritt: Erw. 4,00 Euro, Ermäßigte 2,00 Euro
Historisches Centrum Hagen
Stadtmuseum/Stadtarchiv
Wippermann-Passage
Eilper Straße 71 – 75
58091 Hagen
Telefon 02331/ 207-2740
www.historisches-centrum.de
E-Mail : info@historisches-centrum.de
Öffnungszeiten: Di – So 11.00 –18.00 Uhr


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Historisches Centrum Hagen

Wippermann-Passage Eilper Straße 71-75
58091 Hagen
Tel: 02331 / 207-2740

Öffnungszeiten: Di – Do und Sa - So: 11.00 –18.00 Uhr
Eintritt: Erw. 2 Euro, Kinder/Ermäßigte 1 Euro


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Mittwoch, 08.02.2012 - 22:10  - 9939 Seitenaufrufe