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HCO lädt zum Vortrag über Friedrich Alexander von Hövel
Datum: 21.10.2010
- Beginn: 19:00 Uhr
Am Donnerstag, 21. Oktober 2010, lädt das Historische Centrum Hagen, Eilper Strasse 71-75, um 19 Uhr zu einem spannenden Vortrag. Historiker Dr. Oliver Schulz wird dann im HCO zum Thema „Friedrich Alexander von Hövel (1766-1826): Facetten einer adeligen Biographie in einer Zeit des Umbruchs“ referieren.
Der Adel der Grafschaft Mark um 1800 stellt einen bemerkenswerten „weißen Fleck" innerhalb der südwestfälischen Landesgeschichte dar. Dies betrifft nicht nur die Geschichte des Adels als gesellschaftliche Gruppe in der Umbruchszeit, sondern auch einzelne Persönlichkeiten des märkischen Adels, die es zu einer besonderen Bedeutung gebracht haben, die weit über ihre Heimatregion hinausreichte.
Friedrich Alexander von Hövel (1766-1826) vom Haus Herbeck bei Hagen ist ein besonders markantes Beispiel für einen überregional bedeutenden Adeligen aus der Grafschaft Mark, der aber sogar in seiner Hagener Heimat etwas in Vergessenheit geraten ist.
Der Vortrag will sich der Biographie dieser bedeutenden Persönlichkeit annähern, die besonders markanten Facetten herausarbeiten und einen ersten Beitrag zu einer noch zu schreibenden Hövel-Biographie leisten. Neben der Herkunft Hövels aus einer lange in der Grafschaft Mark ansässigen katholischen Adelsfamilie, die in verschiedenen Linien über Besitzungen in Herbeck, Dudenroth, Sölde und Haus Ruhr verfügte, sind auch die verwandtschaftlichen Beziehungen zu anderen katholischen Adelsfamilien aus dem rheinisch-westfälischen Raum wie Elverfeldt, Wenge oder Ritz zu nennen.
Mit diesen bildeten die Hövels einen großen Familienverband, den sie für ihre Versorgungs- und Karrierestrategien nutzten, etwa als der junge Hövel an die Militärakademie in Münster geschickt und in die Obhut eines Verwandten aus der Familie von Wenge gegeben wurde. Neben dem Studium, das er aufgrund des plötzlichen Todes seines Vaters abbrechen musste, wird der Vortrag auf die verschiedenen Ämter eingehen, die Hövel in Politik und Verwaltung bekleidete.
Neben seiner Tätigkeit in preußischen Diensten als Landrat in Wetter an der Ruhr und an der Kriegs- und Domänenkammer in Minden ist auch an seine vorübergehende Funktion als Präfekt und Staatsrat im Königreich Westphalen Jérôme Bonapartes oder seine führende Rolle in der Verfassungsdiskussion in Preußen nach 1815 zu denken.
Weitere anzusprechende Aspekte sind die zum Teil engen Kontakte Hövels zu den führenden Persönlichkeiten und Familien in der Region wie dem Freiherrn vom Stein oder den Harkorts sowie seine Beiträge zur Diskussion der gebildeten Schichten, die unter anderem im „Westfälischen Anzeiger“ geführt wurde und ein breites Themenspektrum abdeckte. Die vorhandenen Kontakte und Netzwerke konnte Hövel in der napoleonischen Zeit nutzen, als die Grafschaft Mark als „Ruhr-Departement“ Teil des Großherzogtums Berg war, und als Wortführer der märkischen Grundbesitzer auftreten.
In enger Absprache mit den adeligen und nichtadeligen Eliten in der Region setzte Hövel beispielsweise im Jahr 1811 eine Petition auf, mit der die Reformdekrete der französischen Behörden rückgängig gemacht werden sollten, welche die Aufhebung der Feudallasten verfügt hatten. Die Ambivalenz im Denken und Handeln der regionalen Eliten in der „Franzosenzeit“ wird daran deutlich, dass Hövel als Grundbesitzer als Besitzstandswahrer gegen die französischen Neuerungen auftrat, andererseits aber im Interesse der süderländischen Wirtschaft und ihrer Absatzmöglichkeiten die Angliederung des Großherzogtums Berg an Frankreich befürwortete.
Neben dem öffentlichen Auftreten Hövels wird der Vortrag außerdem sein Interesse für die Wissenschaft beleuchten. Abgesehen von seiner regen Teilnahme an der Diskussion über die Verbesserung der Landwirtschaft, deren Ergebnisse er zum Teil mustergültig auf seinen Besitzungen umsetzte, soll es um sein ausgeprägtes Interesse für Bergbau und Geologie gehen. Hiermit hatte er sich bereits als Student unter anderem an der Bergakademie in Freiberg/Sachen auseinandergesetzt, und für die Geologie in Westfalen hat er als wegweisender Pionier zu gelten.
Veranstaltungen in der Region:
| Kultur Veranstaltungen - Oktober 2010
| 09. | Oktober 2010 |
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Kinder - Malen GESCHICHTEN HÖREN UND MALEN Was denkt die Maus am Donnerstag? Bei Gedichten, kleinen Rätseln und Wortspielen lassen Kinder im Alter zwischen sechs und zehn Jahren im Jungen Museum am Samstag, 9. Oktober 2010, ihrer Fantasie freien Lauf. Vorgelesen werden witzige und nachdenkliche Texte, beim Zuhören können die Kinder ihre Eindrücke mit Farbe auf Papier erfassen.
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| 12. | Oktober 2010 |
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19:30 Uhr
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Konzert - Geräuschkulisse „Geräuschkulisse“ mit SMILE-Chor Gospel, Pop und Musical in der Kirche Am Widey - Unter diesem Namen seit einigen Jahren Herbsttourneen unter der Leitung des Musikers, Komponisten und Arrangeurs Axel Chr. Schullz statt.
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| 20. | Oktober 2010 |
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18:00 Uhr
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Architektur - Baugeschichte Referat über die Baugeschichte der Limburg Zum 90. Jahrestag der Gründung des Vereins für Orts- und Heimatkunde Hohenlimburg e.V.: Die Baugeschichte der Limburg seit ihren Anfängen im 13. Jahrhundert und die Geschichte des heutigen Schlosses Hohenlimburg sind Gegenstand eines Vortrages der Historikerin Dr. Stephanie Marra am Mittwoch, dem 20. Oktober 2010 um 18 Uhr im Schloß Hohenlimburg (Fürstensaal).
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19:00 Uhr
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Auftritt Nur die Liebe quält. Ein komödiantischer Blick auf große gescheiterte Romanzen
mit Simone Röbern und Stefan Keim - Die ganz großen Liebesgeschichten haben kein glückliches Ende: Romeo und Julia trinken Gift, Leonardo di Caprio versinkt im kalten Meerwasser mit der Titanic, Fausts Gretchen stirbt als Kindsmörderin.
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| 21. | Oktober 2010 |
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19:00 Uhr
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Vortrag - Geschichte HCO lädt zum Vortrag über Friedrich Alexander von Hövel Am Donnerstag, 21. Oktober 2010, lädt das Historische Centrum Hagen, Eilper Strasse 71-75, um 19 Uhr zu einem spannenden Vortrag. Historiker Dr. Oliver Schulz wird dann im HCO zum Thema „Friedrich Alexander von Hövel (1766-1826): Facetten einer adeligen Biographie in einer Zeit des Umbruchs“ referieren.
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| 23. | Oktober 2010 |
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20:00 Uhr
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Konzert - Klassik Celloherbst 2010: Grenzüberschreitende Klangfarben Dieses wirklich außergewöhnliche Kammerorchester ist ein besonderes Highlight des Celloherbst 2010. Weit entfernt vom normalen Konzertrepertoire, immer auf der Suche nach etwas Neuem - Klangsensibilität, Klarheit und Brillanz der Interpretationen sind Charakteristika, an denen sich das Kammerorchester der Musikhochschule Münster orientiert.
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| 25. | Oktober 2010 |
ab
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25.10.2010 - 21.11.2010 - Ausstellung Kunstausstellung von Giuliano Zivieri Komplexes Lichtspiel und sinnliche Erfahrungen: „Wein bringt Emotionen hervor. Die Kunst ist in der Lage, diese Emotionen einzufangen und in jedem Werk wieder hervorzuheben. Geschmack, Geruch und Farbe verdichten sich in Empfindungen, die oft und gern die Ideen des Künstlers erschließen. Sie verwandeln einen Gedanken in ein Werk.
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| 31. | Oktober 2010 |
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11:15 Uhr
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Ausstellung - Führung FÜHRUNG: Die ARCHITEKTUR DER ERINNERUNG Am Sonntag, 31. Oktober 2010, um 11.15 Uhr wird eine Führung "im Kunstwerk" angeboten. Denn im Osthaus Museum, genauer: im Erdgeschoss des historischen Folkwang-Baus, erwartet die Besucher eine raumfüllende Installation der Künstlerin Sigrid Sigurdsson.
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Historisches Centrum Hagen
Wippermann-Passage Eilper Straße 71-75 58091 Hagen Tel: 02331 / 207-2740 Öffnungszeiten: Di – Do und Sa - So: 11.00 –18.00 Uhr Eintritt: Erw. 2 Euro, Kinder/Ermäßigte 1 Euro
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